Flugausfälle im Fokus: Diese Uhrzeiten und Wochentage sind besonders kritisch
Flugausfälle: Kritische Uhrzeiten und Wochentage im Check

Flugausfälle im Detail: Wann das Reiserisiko am höchsten ist

Verspätungen und gestrichene Flüge können den Start in den Urlaub oder Geschäftsreisen erheblich beeinträchtigen. Doch zu welchen Zeiten und an welchen Tagen ist die Wahrscheinlichkeit für solche Störungen tatsächlich am größten? Das Reisetechnologieunternehmen Airhelp hat umfangreiche Flugdaten des vergangenen Jahres ausgewertet und liefert nun konkrete Einblicke in die kritischsten Zeitfenster.

Späte Abendstunden als Hauptrisikozeit

Wer zwischen 23 Uhr und Mitternacht starten möchte, trifft statistisch gesehen die unsicherste Wahl. Ganze 39 Prozent der Flüge in diesem Zeitraum sind verspätet oder fallen komplett aus. Besonders brisant gestaltet sich das kurze Viertelstündchen zwischen 23 Uhr und 23:15 Uhr. Hier liegt die Störungsquote bei knapp 44 Prozent, was bedeutet, dass fast jeder zweite Flug nicht planmäßig abhebt.

Auch am Nachmittag drohen erhebliche Probleme. Zwischen 15 Uhr und 16 Uhr geraten nicht ganz 38 Prozent der Flüge ins Stocken, was Reisende vor unerwartete Wartezeiten oder Umplanungen stellen kann.

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Freitag und Samstag mit den höchsten Störquoten

Bei der Betrachtung der Wochentage sticht der Freitag als eindeutiger Spitzenreiter hervor. Er gilt als der störanfälligste Tag für Abflüge aus Deutschland, wobei knapp ein Drittel aller Flüge von Problemen betroffen ist. Auch der Samstag zeigt sich wenig zuverlässig mit einer Quote von 28,5 Prozent.

Über das gesamte Jahr betrachtet, fällt besonders der Dezember negativ auf. Laut Airhelp sind 36 Prozent aller Flüge in diesem Monat von Verspätungen oder Ausfällen betroffen. Der Juli folgt mit 35 Prozent und der September mit 34 Prozent.

Frühmorgendliche Starts als sichere Alternative

Die ruhigste Tageszeit für Flugreisende liegt am frühen Morgen. Um 5 Uhr kommt es laut Analyse nur bei rund 12 Prozent der Flüge zu Störungen. Auch um 4 Uhr bleibt die Quote unter 13 Prozent. Besonders günstig ist das Zeitfenster zwischen 4:30 Uhr und 4:45 Uhr, wo die Störungsquote bei lediglich sieben Prozent liegt.

Ab 6 Uhr zieht das Risiko jedoch spürbar an. Dann werden bereits 18 Prozent der Flüge gestört. Die geringsten durchschnittlichen Wartezeiten verzeichnen Reisende zwischen 9 und 11 Uhr. In diesem Zeitraum warten sie im Schnitt etwa 40 Minuten.

Dienstag und Frühjahr als stabilste Optionen

Der Dienstag erweist sich als der verlässlichste Abflugtag. Rund 22 Prozent der Flüge sind hier von Störungen betroffen. Im Jahresverlauf schneidet das Frühjahr am besten ab. Im Februar liegt die Quote bei 17,6 Prozent, im März bei 17,8 Prozent und im April bei 18,2 Prozent.

Experten erklären die Hintergründe

Airhelps CEO Tomasz Pawliszyn nennt einen zentralen Grund für die beobachteten Muster: „Flugpläne sind eng getaktet und reagieren sensibel auf Störungen.“ Schon kleine Verzögerungen am Morgen könnten sich im Tagesverlauf „aufschaukeln“ und dazu führen, dass „insbesondere späte Abflüge deutlich häufiger betroffen sind.“

Seine Empfehlung an Reisende lautet entsprechend: „Reisende können dieses Risiko aktiv steuern, indem sie frühere Abflugzeiten und weniger nachgefragte Reisetage wählen.“ Diese strategische Planung kann dazu beitragen, unangenehme Überraschungen am Flughafen zu vermeiden und die Reiseerfahrung deutlich zu verbessern.

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