Warum nicht jeder Gästeführer werden kann: Interview mit Katja Finger
Interview: Warum nicht jeder Gästeführer werden kann

Am Montag haben die Merseburger Gästeführer Kollegen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in die Domstadt zum Austausch eingeladen. Dabei wurde betont: Gästeführer sollten eine entsprechende Ausbildung haben, und die ist nicht ohne. Welche Voraussetzungen man erfüllen sollte und was die Merseburger Stadtführer antreibt, erklärt Merseburgs langjährige Gästeführerin Katja Finger im Interview.

Merseburg/MZ. - Merseburgs Gästeführer – rund zwei Hand voll Merseburger, die für die Stadt die samstags stattfindenden Stadtführungen, Führungen auf Anfrage und themenspezifische Sonderführungen durchführen und dafür einen Obolus bekommen, – haben am Montag „Kollegen“ aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in die Dom- und Hochschulstadt eingeladen.

Die Ausbildung zum Gästeführer

Katja Finger betont, dass eine fundierte Ausbildung unerlässlich ist. Diese umfasst nicht nur historisches Wissen, sondern auch kommunikative Fähigkeiten und die Fähigkeit, Gruppen zu führen. „Man muss das auch wollen“, sagt sie. Nicht jeder sei für diesen Beruf geeignet. Die Ausbildung beinhalte Prüfungen und praktische Übungen, um sicherzustellen, dass die Führungen qualitativ hochwertig sind.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Voraussetzungen für angehende Gästeführer

Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählen laut Finger Freude am Umgang mit Menschen, ein gutes Gedächtnis für Fakten und Daten sowie die Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden. „Die Stadtgeschichte ändert sich ständig, neue Erkenntnisse kommen hinzu“, erklärt sie. Auch Flexibilität sei gefragt, da Führungen oft an die Bedürfnisse der Gäste angepasst werden müssten.

Die Motivation der Merseburger Stadtführer

Was treibt die Merseburger Gästeführer an? Für Finger steht die Begeisterung für ihre Heimatstadt im Vordergrund. „Wir möchten den Besuchern zeigen, wie schön Merseburg ist und welche Geschichten sich hinter den Mauern verbergen“, sagt sie. Der Austausch mit Kollegen aus anderen Städten helfe dabei, neue Ideen zu sammeln und die eigenen Führungen zu verbessern.

Das Treffen am Montag war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer tauschten sich über bewährte Praktiken aus und diskutierten über Herausforderungen des Berufs. Finger hofft, dass solche Veranstaltungen in Zukunft regelmäßig stattfinden werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration