Lausitzer Seenland: Tourismus stabil trotz regionaler Unterschiede und neuer Wasserwege
Lausitzer Seenland: Tourismus stabil mit neuen Wasserwegen

Lausitzer Seenland: Tourismus auf Vorjahresniveau mit regionalen Schwankungen

Das Lausitzer Seenland hat im Jahr 2025 ähnlich viele Gäste und Übernachtungen verzeichnet wie im Vorjahr. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bewegt sich der Tourismus in der Region auf einem hohen Niveau, wie der Tourismusverband Lausitzer Seenland mitteilte. In Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten gab es rund 800.000 Übernachtungen, und etwa 269.000 Gäste besuchten die Seen im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Brandenburg. Diese Zahlen entsprechen insgesamt nahezu unverändert dem Niveau von 2024, doch es zeigen sich deutliche regionale Unterschiede.

Regionale Wachstumsunterschiede und internationale Gäste

In einigen Gebieten stiegen die gewerblichen Übernachtungen deutlich an. Im sächsischen Lohsa im Kreis Bautzen, mit dem Dreiweiberner See und dem Silbersee, gab es ein Plus von mehr als einem Drittel. Gleiches gilt für die brandenburgische Stadt Guben im Kreis Spree-Neiße. Im Amt Altdöbern im Kreis Oberspreewald-Lausitz stieg die Anzahl gewerblicher Übernachtungsgäste sogar um mehr als die Hälfte. International betrachtet ist Tschechien der wichtigste Auslandsmarkt für die Region. Rund 23.000 Übernachtungen durch Gäste aus diesem Nachbarland bedeuten ein Plus von etwa 16 Prozent. Im Gegensatz dazu sank die Zahl der Übernachtungen durch polnische Gäste um knapp 42 Prozent auf 4.399.

Neue schiffbare Seen ab Ende Juni

Ein bedeutendes Ereignis steht für Ende Juni 2026 an: Der gesamte Lausitzer Seenverbund wird offiziell für den Schiffsverkehr freigegeben. Erstmals sollen dann fünf schiffbare Seen durch Kanäle miteinander verbunden sein, nachdem bisher lediglich zwei Kanäle schiffbar waren. Zusammen umfassen der Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See eine Wasserfläche von etwa 5.300 Hektar, die zum Bootfahren genutzt werden kann. Bereits Anfang Mai soll der größte dieser Seen, der Sedlitzer See auf brandenburgischer Seite, für seine erste Bade- und Wassersportsaison freigegeben werden. In dem ehemaligen Braunkohlerevier ist damit Europas größte künstliche Seenlandschaft entstanden, die insgesamt über 20 künstlich angelegte Bergbaufolgeseen umfasst.

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Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Verbandsgeschäftsführerin Kathrin Winkler erhofft sich durch die neuen schiffbaren Wasserwege einen Bekanntheitsschub für die Region. Gleichzeitig bleiben jedoch Herausforderungen wie die Inflation, Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie sowie der Fachkräftemangel bestehen. Diese Faktoren könnten die weitere Entwicklung des Tourismus im Lausitzer Seenland beeinflussen. Die stabilen Besucherzahlen zeigen jedoch, dass die Region trotz dieser Hindernisse attraktiv bleibt und Potenzial für weiteres Wachstum bietet, insbesondere durch die verbesserten Infrastrukturen und die einzigartige Seenlandschaft.

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