Griechisches Restaurant in Prenzlau erhält Sondergenehmigung trotz Vollsperrung
Restaurant erhält Sondergenehmigung trotz Vollsperrung (07.04.2026)

Griechisches Restaurant in Prenzlau erhält Sondergenehmigung trotz Vollsperrung

Eine monatelange Vollsperrung der Güstower Straße (L25) in Prenzlau bedrohte die Existenz des beliebten griechischen Restaurants „Kreta“ und die Arbeitsplätze von fünf Angestellten. Seit Wochen blieben die Gäste aus, und die Betreiber fürchteten das Schlimmste. Doch jetzt gibt es eine vorläufige Lösung, die Mitinhaber Zef Vorfi vorerst aufatmen lässt.

Bürgermeister entscheidet im Einzelfall

Bürgermeister Marek Wöller-Beetz (CDU) hat höchstpersönlich eine Sondergenehmigung erteilt. Weil bislang noch keine Bauarbeiter direkt auf der Straße tätig sind und die Fahrbahn nicht aufgerissen wurde, dürfen Gäste des Restaurants die Baustelle von beiden Seiten passieren. Diese Entscheidung gilt ab sofort und ist kein Aprilscherz, wie der Nordkurier am 1. April berichtete.

Nachdem sich die Wirtsleute öffentlich über die existenzbedrohende Situation beklagt hatten, suchte Marek Wöller-Beetz das Gespräch vor Ort – gemeinsam mit City-Managerin Susanne Ramm. Die Betreiber bestätigten, dass sich seit Mitte März teilweise nur noch zehn Gäste in das ansonsten gut frequentierte Restaurant verirrten. Der circa 15 Kilometer längere Umweg über Dedelow war vielen zu weit oder angesichts hoher Spritpreise zu teuer.

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Polizei verhängte bereits Bußgelder

Da die Ausnahme vom Durchfahrtsverbot nur für Anwohner, nicht für Anlieger gilt, hatte die Polizei an Wochenenden bereits Bußgelder verhängt. Zef Vorfi legte den Finger auf die Wunde: „Wir brauchen dringend den guten Umsatz bis in den September, damit sich der Betrieb rechnet und die Arbeitsplätze gesichert bleiben.“

Marek Wöller-Beetz bestätigte, dass er sich mit dem Baubetrieb in Verbindung gesetzt und eine übergangsweise Klärung erzielt habe, die allerdings nur für das „Kreta“ gilt. Er appellierte an alle, die diesen Bereich passieren, dies rücksichtsvoll und vorausschauend zu tun. Das „Durchfahrt verboten“-Schild bleibt weiterhin stehen.

Team freut sich auf arbeitsreiche Ostertage

Das Kreta-Team bereitet sich nun auf arbeitsreiche Tage vor. Vorräte sind beschafft, und das große Osterkochen kann beginnen. Geöffnet ist bis Ostermontag durchgehend. Ein Osterwunsch des Personals: „Dass die Ausnahmeregelung vielleicht die Feiertage überdauert und dann abends sowie an Wochenenden gelten könnte – sofern keine Bauleute da sind und der Zustand der Baustelle es ermöglicht.“

Marek Wöller-Beetz versprach, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die Gastronomie an dieser Stelle zu retten. Das Krisengespräch endete mit einem freundlichen Händeschütteln, und die Hoffnung auf ein reges Ostergeschäft ist gewachsen.

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