Bürgermeister erteilt Sondergenehmigung: Restaurant Kreta in Prenzlau kann vorerst aufatmen
Sondergenehmigung rettet Restaurant Kreta in Prenzlau vor Vollsperrung

Existenzbedrohung durch Vollsperrung: Restaurant Kreta in Prenzlau kämpft ums Überleben

Eine monatelange Vollsperrung der Güstower Straße (L25) in Prenzlau hat das beliebte griechische Restaurant "Kreta" an den Rand der Existenz gebracht. Seit Wochen blieben die Gäste aus, die Arbeitsplätze von fünf Angestellten waren in Gefahr, und die Betreiber fürchteten das Schlimmste. Die Situation eskalierte, als die Polizei an den Wochenenden Bußgelder verhängte, weil die Ausnahme vom Durchfahrtsverbot nur für Anwohner, nicht jedoch für Anlieger galt.

Bürgermeister greift persönlich ein: Sondergenehmigung als Rettungsanker

Nachdem sich die Wirtsleute öffentlich in der Presse über die prekäre Lage beklagt hatten, fuhr Bürgermeister Marek Wöller-Beetz (CDU) persönlich vor Ort. Gemeinsam mit City-Managerin Susanne Ramm suchte er das Gespräch mit den Unternehmern. Die Betreiber bestätigten, dass sich seit Mitte März teilweise nur noch zehn Gäste in das ansonsten gut frequentierte Restaurant verirrten. Der circa 15 Kilometer längere Umweg über Dedelow war vielen Besuchern zu weit oder angesichts der hohen Spritpreise schlichtweg zu teuer.

Die Lösung: Da bislang noch keine Bauarbeiter direkt auf der Güstower Straße tätig sind und die Fahrbahn auch noch nicht aufgerissen wurde, traf der Bürgermeister eine Einzelfallentscheidung. Er genehmigte dem Lokalbetreiber und seinen Gästen bis auf Weiteres die Passage der Baustelle von beiden Seiten. Diese Zwischenlösung gilt ab sofort und ist ausdrücklich kein Aprilscherz, wie der Nordkurier bereits am 1. April berichtete.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ostergeschäft als Hoffnungsschimmer: Vorräte sind beschafft

Mitinhaber Zef Vorfi kann nun vorerst aufatmen. Das Kreta-Team freut sich auf arbeitsreiche Tage und hat bereits Vorräte für das große Osterkochen beschafft. Geöffnet ist bis Ostermontag durchgehend. Der Betrieb ist dringend auf einen guten Umsatz bis in den September hinein angewiesen, damit sich der Lokalbetrieb übers Jahr gesehen rechnet und die Arbeitsplätze gesichert bleiben.

Allerdings bleibt das "Durchfahrt verboten"-Schild stehen. Bürgermeister Wöller-Beetz appellierte an alle, die diesen Bereich jetzt passieren, dies rücksichtsvoll und vorausschauend zu tun. Er bestätigte, dass die übergangsweise Klärung nur für das "Kreta" gilt und versprach, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die Gastronomie an dieser Stelle zu retten.

Wunsch des Personals: Ausnahmeregelung über die Feiertage hinaus

Das Personal äußerte einen besonderen Osterwunsch: "Dass die Ausnahmeregelung vielleicht die Feiertage überdauern und dann immer abends und an den Wochenenden gelten könnte - so keine Bauleute da sind und der Zustand der Baustelle das Passieren möglich macht." Das Krisengespräch mit dem Bürgermeister endete mit einem freundlichen Händeschütteln und neuer Hoffnung für das Restaurant.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration