Templiner Kanal: Ufersanierung verzögert sich, Wassersportsaison startet planmäßig
Templiner Kanal: Ufersanierung verzögert, Saison startet (31.03.2026)

Ufersanierung am Templiner Kanal: Verzögerungen, aber Saisonstart gesichert

Für Wassersportler in der Uckermark gibt es kurz vor Beginn der neuen Saison eine wichtige Nachricht: Die Sanierungsarbeiten am Templiner Kanal verzögern sich zwar, werden den Start der Sportboot-Saison jedoch nicht behindern. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oder-Havel (WSA) kann derzeit noch keinen genauen Fertigstellungstermin für die Instandsetzung des linken Ufers innerhalb der Stadtgemarkung nennen.

Zwei Drittel bereits geschafft – Winterpause und Personalmangel bremsen

Seit November 2024 sind die Wasserbauer mit Schwimmbaggern und Spezialtechnik am Templiner Kanal im Einsatz. Von einer Basisstation in Höhe der Ziegeleibrücke aus begannen die Arbeiten in Richtung Stadtschleuse. Nach einer Winterpause setzten sich die Instandsetzungsmaßnahmen im März des vergangenen Jahres fort, begleitet von den charakteristischen Geräuschen von Rammarbeiten und polternden Steinen.

Im Vorjahr konnten etwa zwei Drittel der insgesamt 1.500 Meter langen Uferstrecke saniert werden. Dabei handelt es sich laut WSA um übliche Unterhaltungsarbeiten, wie sie auch an anderen Bundeswasserstraßen durchgeführt werden. Diese Maßnahmen waren am Templiner Kanal besonders dringend geworden, nachdem die Kannenburger Schleuse über sieben Jahre lang geschlossen war.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Erst mit der Inbetriebnahme des dortigen Neubaus vor zwei Jahren stand der Weg für die Arbeitszüge in Richtung Templiner Seenkreuz wieder offen. Seither wird die zugewachsene Uferkante begradigt, werden Faschinen – gebündelte Holzstangen – mit den uferstützenden Holzpfählen verbunden und mit einem speziellen Geotextilvlies versehen, das vor Erosion schützt. Abschließend sorgt eine Schicht von etwa 20 mal 20 Zentimeter großen Schützsteinen für die notwendige Standfestigkeit der neuen Uferabschnitte.

Mehrere Faktoren verantwortlich für Verzögerungen

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits zum Jahresende 2025 abgeschlossen sein. Mehrere Faktoren haben zu Verzögerungen geführt, erklärt Regina Jeske aus der Pressestelle des WSA. Neben Werkstattaufenthalten der benötigten Technik und Personalmangel spielte auch eine ungewöhnlich lange Frostperiode eine Rolle. Wegen solcher unvorhersehbaren Einflüsse könne kein genauer Fertigstellungstermin genannt werden.

Bei dieser sogenannten „fallweisen Unterhaltung“ wird aufgrund der beengten Verhältnisse im Templiner Kanal bewusst außerhalb der Hauptsaison gearbeitet. „Die Baustelle wird von uns zum Beginn der Sportbootsaison für den Verkehr freigegeben. Dies erfolgt unabhängig vom Baufortschritt“, betont Jeske. Dadurch entstünden keine zusätzlichen Kosten.

Vandalismus kann gefährliche Folgen haben

Ein besonderes Problem stellen mutwillige Beschädigungen der Uferbefestigung dar. Immer wieder werfen Unbekannte nach dem Motto „Wer ist der Stärkste?“ die schweren Schützsteine ins Wasser. Solche Handlungen sind nicht nur strafbar, sondern bergen auch konkrete Gefahren für die Schifffahrt, warnt das WSA.

Durch Steinansammlungen am Grund können sich gefährliche Untiefen bilden, die für manche Wasserfahrzeuge problematisch werden können. Aus diesem Grund führt das WSA jährlich sogenannte Peilungen der Wasserstraße durch, bei denen die Wassertiefe systematisch ermittelt wird. Sollten dabei Untiefen festgestellt werden, müssen diese zügig beseitigt werden – was zu weiteren Bauarbeiten und zusätzlichem Steuergeldverbrauch führen würde.

Die Stockenten am Templiner Kanal haben sich inzwischen mit dem neuen Ufer arrangiert. Für die Wassersportler steht fest: Trotz der Verzögerungen bei der Ufersanierung kann die kommende Saison planmäßig starten. Die Wasserbauer haben sich bis auf etwa 400 Meter an die Stadtschleuse herangearbeitet, erkennbar am Kirchturm im Hintergrund ihrer Arbeitsstelle. Solange sie an der Uferbefestigung arbeiten, bleibt der Durchgang für andere Boote zwar eingeschränkt, doch mit Saisonbeginn wird die Passage wieder frei gegeben.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration