TUI-Kreuzfahrtschiffe entkommen trotz iranischer Bedrohung durch Hormusstraße
TUI-Schiffe entkommen trotz Bedrohung durch Hormusstraße

TUI-Kreuzfahrtschiffe entkommen trotz iranischer Bedrohung durch Hormusstraße

Nach einer zweimonatigen Blockade im Persischen Golf ist es dem deutschen Reisekonzern TUI gelungen, seine beiden Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ durch die gefährliche Straße von Hormus in Sicherheit zu bringen. Die Evakuierung erfolgte am Samstag unter höchster Bedrohung durch iranische Revolutionsgarden, die während der Passage auf mindestens einen Öltanker schossen und auch die TUI-Schiffe bedrohten.

Kritische Passage unter feindseligen Bedingungen

Die Straße von Hormus, das strategische Nadelöhr zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, war nur für kurze 48 Stunden für Handelsschiffe geöffnet, bevor der Iran die Entscheidung wieder rückgängig machte. In diesem knappen Zeitfenster gelang TUI die riskante Operation. Die Schiffe fuhren ohne Passagiere an Bord im Konvoi mit anderen Schiffen und wurden von der griechischen Sicherheitsfirma Vanguard Tech unterstützt.

Doch die Passage verlief nicht ohne Zwischenfälle. Laut Berichten der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) griffen iranische Patrouillenboote einen Tanker in der Region an. Die Revolutionsgarden bedrohten auch das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 4“ direkt. Der Kapitän des Schiffes gab an, die Iraner hätten erklärt: „Wir führen einen Einsatz aus, wir werden schießen und euch zerstören.“ In der Nähe des Schiffes gab es einen Einschlag, allerdings wurden keine Schäden gemeldet.

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Erleichterung nach erfolgreicher Evakuierung

Am Samstagabend um 17:45 Uhr bestätigte TUI Cruises schließlich den Erfolg der Operation: „Die ‚Mein Schiff 4‘ und die ‚Mein Schiff 5‘ haben die Straße von Hormus erfolgreich passiert.“ Der Reisekonzern wollte den konkreten Beschuss zwar nicht bestätigen, betonte jedoch, dass die Passage „auf Grundlage entsprechender Abstimmungen und Freigaben durch die zuständigen Behörden, kontrolliert sowie unter sorgfältiger Berücksichtigung der Sicherheitslage“ stattgefunden habe.

Christoph Ploß, der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Tourismus, zeigte sich erleichtert über die sichere Rückkehr der Schiffe: „Ich freue mich sehr, dass die deutschen Kreuzfahrtschiffe nun endlich sicher und auf dem Rückweg aus dem Krisengebiet sind.“ Die Bundesregierung hatte die Entwicklung mit großer Sorge verfolgt, da die Schiffe seit Wochen im Persischen Golf festsaßen.

Hintergrund der Blockade und internationale Spannungen

Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hat bereits seit Monaten zu erheblichen internationalen Spannungen geführt. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, durch die ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels fließt. Die kurzzeitige Öffnung am Freitag und die anschließende erneute Blockade unterstreichen die volatile Sicherheitslage in der Region.

Die erfolgreiche Evakuierung der TUI-Schiffe zeigt die Herausforderungen, mit denen internationale Reedereien in Krisengebieten konfrontiert sind. Ohne die professionelle Unterstützung durch Sicherheitsfirmen wie Vanguard Tech und die enge Abstimmung mit den Behörden wäre die Operation kaum möglich gewesen. Die Schiffe werden nun voraussichtlich in sichere Gewässer zurückkehren, wo sie für zukünftige Kreuzfahrten vorbereitet werden können.

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