Jahrelang vermisster Rucksack-Tourist aus Niedersachsen auf Teneriffa für tot erklärt
Vermisster Rucksack-Tourist auf Teneriffa für tot erklärt

Jahrelang vermisster Rucksack-Tourist aus Niedersachsen für tot erklärt

Nach mehr als drei Jahren des bangen Wartens und intensiver Suche hat die Familie eines jungen Mannes aus Niedersachsen endlich Gewissheit erhalten. Der seit Sommer 2022 auf den Kanarischen Inseln vermisste Backpacker ist tot. Die spanischen Behörden haben den Tod des damals 23-Jährigen nun offiziell bestätigt.

Leiche in abgelegener Schlucht auf Teneriffa entdeckt

Wie der Anwalt der Familie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurde die Leiche des Vermissten in einer schwer zugänglichen Schlucht auf der Insel Teneriffa gefunden. Ein Jäger hatte die sterblichen Überreste entdeckt und die Behörden verständigt. Die Identifizierung erfolgte schließlich durch eine DNA-Untersuchung, die zweifelsfrei klärte, dass es sich um den seit Jahren vermissten jungen Mann handelt.

Interessanterweise war die Leiche bereits am 5. Februar 2025 gefunden worden, doch die aufwändigen Identifizierungsmaßnahmen zogen sich über Monate hin. Die spanischen Behörden informierten schließlich die zuständige Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg in Niedersachsen über den traurigen Fund.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Familie durch jahrelange Ungewissheit schwer belastet

In einem emotionalen Instagram-Post, der auch von der Lokalzeitung Die Harke zitiert wurde, äußerte sich die Familie zu der langen Zeit der Ungewissheit. „Die Ungewissheit hat uns viel Kraft gekostet“, hieß es in der Mitteilung. „Nun haben wir endlich Gewissheit und können beginnen, Abschied zu nehmen.“

Die Familie dankte ausdrücklich allen, die bei der Suche nach dem Vermissten geholfen oder in der schweren Zeit beigestanden hatten. Gleichzeitig bat sie um Respekt für ihre Privatsphäre und darum, von weiteren Anfragen abzusehen.

Reise auf die Kanarischen Inseln endete tragisch

Der junge Mann war im Sommer 2022 zu einem Backpacking-Urlaub auf die spanische Insel Gran Canaria gereist. Der Kontakt zu seinen Angehörigen brach am 4. August 2022 plötzlich ab. Auswertungen seiner Telefondaten ergaben später, dass er sich zuletzt an der Ostküste der Nachbarinsel Teneriffa aufgehalten hatte.

Der Fall hatte auch überregionale Aufmerksamkeit erregt. Die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ... ungelöst griff den Vermisstenfall bereits im September 2022 auf und bat die Öffentlichkeit um Mithilfe.

Forensische Untersuchungen klären Todesumstände

Die gerichtsmedizinische Untersuchung der Leiche ergab ein Verletzungsbild, das mit einem Sturz in unwegsamem Gelände vereinbar ist. Experten gehen davon aus, dass der junge Mann kurz nach dem letzten Kontakt mit seinen Angehörigen in der Schlucht abgestürzt und dabei tödlich verunglückt ist.

Hinweise auf Fremdverschulden konnten die spanischen Behörden nicht feststellen. Die Leiche wies Brandspuren auf, was sich durch schwere Waldbrände in der Region im August 2023 erklären lässt. Dies deutet darauf hin, dass der Tote bereits zu diesem Zeitpunkt in der Schlucht gelegen haben muss.

Die tragische Geschichte des jungen Backpackers aus Niedersachsen findet damit ein trauriges Ende, nachdem seine Familie mehr als drei Jahre lang auf ein Lebenszeichen gehofft hatte. Die spanischen und deutschen Behörden arbeiten weiterhin an der vollständigen Aufklärung aller Umstände des Todesfalls.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration