Zwischen Möhren und Messias – Warens riesiges Osternest verbindet Spaß und Sinn
Warens riesiges Osternest: Spaß und Sinn vereint

Familienfest mit Tiefgang: Warens Osternest begeistert Groß und Klein

Am Karsamstag verwandelte sich der Neue Markt in Waren an der Müritz in ein pulsierendes Zentrum österlicher Freude. Die Schlange vor dem Kinderschminken wurde immer länger, während sich der Platz mit erwartungsvollen Familien füllte. Im Mittelpunkt stand die Suche im wohl größten Osternest der Region – ein Ereignis, das Kinderaugen zum Leuchten brachte und gleichzeitig Raum für nachdenkliche Momente bot.

Vom Basteltisch zur Stupsnase: Kreativität und Verwandlung

Schon am Mittag, während die letzten Vorbereitungen liefen, war das Interesse enorm, wie Bernhard Knappe vom Innenstadtverein berichtete. Am Nachmittag entfaltete sich dann ein buntes Treiben: Kinder verzierten österliche Gipsfiguren, die vielleicht später das Nest bei Oma und Opa schmücken sollten. Andere entschieden sich für eine persönliche Verwandlung und ließen sich mit Stupsnase zum Osterhasen, zum Marienkäfer oder gleich zum Superhelden Spiderman schminken.

Zwischen Hüpfburg und Hasenjagd fand Moderator Olaf Gaulke auch Zeit, an den ursprünglichen Sinn des Osterfestes zu erinnern. „Was ist eigentlich am Karfreitag passiert?“, fragte er in die Runde. Ein Kind antwortete prompt: „Jesus wurde gekreuzigt.“ Gaulke lobte: „Sehr gut, dass du das weißt – und nach drei Tagen ist er auferstanden.“ So wurde deutlich, dass Ostern mehr bedeutet als Schokolade und bunte Eier, auch wenn der Hase heute fest dazugehört.

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Möhrenwettessen und kuscheligen Trost

Im Anschluss ging es wieder ganz irdisch weiter mit dem beliebten Möhrenwettessen. Die Regeln waren eindeutig: Gewonnen hatte, wer seine Möhre komplett aufgegessen, den Mund geleert und alles heruntergeschluckt hatte. Die Teilnehmer entwickeln unterschiedliche Strategien – anfangs wurde mutig geschluckt, doch schnell setzte sich die Erkenntnis durch, dass gründliches Kauen hilft.

Während aus den Lautsprechern „Stups, der kleine Osterhase“ von Rolf Zuckowski erklang, knabberten die Kinder konzentriert an ihren Möhren. Die fünf Schnellsten durften sich über ein kuscheliges Stitch-Plüschtier freuen. Für alle anderen gab es süßen Trost – eine österliche Neuinterpretation von Vitaminen und Naschen.

Osterhase zum Anfassen und Saisonstart im Frühling

Claudia Bergmann, Vorsitzende des Innenstadtvereins, schlüpfte ins Hasenkostüm und wurde zum beliebten Fotomotiv für Eltern und Großeltern. High Fives vom Osterhasen inklusive – eine flauschige, freundliche und fotogene Attraktion.

Die Zeit bis zur großen Suche im Osternest verging wie im Flug. Eier wurden gefärbt, bemalt und beklebt, sodass kleine Kunstwerke entstanden. Auf den Hüpfburgen ging es hoch her, bevor sich die Kinder schließlich im riesigen Osternest mitten auf dem Neuen Markt versammelten.

Köpfe verschwanden im Stroh, kleine Hände wühlten, suchten und fanden die begehrten Naschereien. „Mit einem Laubbläser geht das schneller“, scherzte ein Urlauber aus Berlin, der bereits zum zweiten Mal mit dem Motorrad über Ostern in Waren war. Auch bei ihm war die Freude spürbar, nach dem langen, kalten Winter endlich wieder draußen sein zu können. Sonne im Gesicht, Stimmengewirr auf dem Platz – die Saison der Freiluftveranstaltungen hat definitiv begonnen.

Zufriedenes Fazit und Ausblick

Am Ende zog Claudia Bergmann ein durchweg positives Resümee. Das Wetter hielt besser als angekündigt, sodass sich viele Menschen auf dem Markt und in der Innenstadt aufhielten. „Auch wenn es immer gerne mehr sein dürfen“, merkte sie mit einem Lächeln an. Das Fest in Waren bewies einmal mehr, wie Tradition, Gemeinschaft und Frühlingserwachen harmonisch miteinander verschmelzen können.

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