Vor 50 Jahren: Wie Aldi die USA eroberte
Vor 50 Jahren: Wie Aldi die USA eroberte

Am 21. April 1976 eröffnete Aldi Süd seine erste Filiale in den USA, in Iowa City. Der Start war holprig: Die Filiale schloss bald wieder, doch heute, 50 Jahre später, betreibt der Discounter mehr als 2.600 Filialen in den Vereinigten Staaten.

Der Einstieg in den US-Markt begann mit der Übernahme der Benner Tea Co., einer kleinen Supermarktkette im Mittleren Westen. Aldi nutzte deren Infrastruktur, um schnell Fuß zu fassen, und wandelte die Geschäfte in Iowa, Illinois und Missouri schrittweise um. In Zeitungsanzeigen warb der Discounter mit zehn Gründen für günstigere Preise, darunter das Fehlen von Tüten und Kühlgeräten.

Das Konzept unterschied sich stark von US-Supermärkten: weniger als 500 Artikel, fast ausschließlich Eigenmarken, Waren in Kartons präsentiert. Kunden mussten ihre Einkäufe selbst einpacken. Laut Einzelhandelsberater Markus Schröder waren US-Kunden von der spartanischen Einrichtung und geringen Auswahl befremdet. Aldi galt als Händler für einkommensschwache Kunden.

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Trotz anfänglicher Schwierigkeiten wuchs Aldi stetig: 1981 gab es über 100 Filialen, 2009 die 1.000., 2020 die 2.000. Im Jahr 2024 erzielte Aldi Süd in den USA einen Umsatz von 29,5 Milliarden Euro, mehr als in Deutschland. Die heutigen Filialen sind moderner, mit breiteren Gängen und helleren Verkaufsflächen, und erreichen zunehmend auch wohlhabendere Kunden.

Heute ist das US-Filialnetz von Aldi Süd größer als in Deutschland. Das Unternehmen ist in den meisten Bundesstaaten vertreten und beschäftigt über 45.000 Menschen. Der Firmensitz befindet sich in Batavia, Illinois. Kunden schätzen vor allem die günstigen Preise, da Lebensmittel in den USA deutlich teurer sind als in Deutschland.

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