Marc Aurel pleite: 100 Mitarbeiter bangen um Jobs
Marc Aurel pleite: 100 Mitarbeiter bangen

Die deutsche Modebranche kämpft mit schwierigen Zeiten. Nun hat es ein weiteres traditionsreiches Unternehmen getroffen: Die Marke Marc Aurel mit Sitz in Gütersloh ist insolvent. Das Amtsgericht Bielefeld hat das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Anders als bei einer klassischen Insolvenz bleibt die Geschäftsführung jedoch im Amt – unter der Aufsicht eines Sachwalters.

Betrieb läuft vorerst weiter

Der Geschäftsbetrieb in den Filialen soll zunächst fortgeführt werden. Zum Sachwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus bestellt. Er erklärte gegenüber BILD: „Der Betrieb soll fortgeführt werden. Es läuft derzeit ein Investorenprozess, in dem bereits unterschiedliche Investoren ihr Interesse am Unternehmen bekundet haben.“ Die konkreten Auswirkungen auf die mehr als 100 Beschäftigten seien noch offen.

Geschichte und Standorte von Marc Aurel

Das Unternehmen Marc Aurel wurde 1972 gegründet und begann mit der Entwicklung und Produktion von Damenhosen. Der Hauptsitz liegt in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Dort betreibt die Marke auch ihren Flagship-Store. Weitere Geschäfte befinden sich in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), Günzburg (Bayern) und Celle (Niedersachsen). Hinzu kommen Outlets in Ochtrup (NRW), Lüneburg (Niedersachsen), Neumünster (Schleswig-Holstein) und Berlin.

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Immer wieder geraten Modeketten in finanzielle Schieflage und müssen Insolvenz anmelden. Ein aktuelles Beispiel ist der bayerische Schuhhändler Sutor, der zwar gerettet werden konnte, aber einige seiner 42 Filialen schließen musste, um aus der Pleite geführt zu werden. Ob Marc Aurel ein ähnliches Schicksal droht, bleibt abzuwarten.

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