Nach der Krise 2025: Fenster- und Türenfirma TMP in Groß Wokern stabilisiert sich wieder
TMP in Groß Wokern stabilisiert sich nach Krise 2025

Nach der Krise 2025: Fenster- und Türenfirma TMP in Groß Wokern stabilisiert sich wieder

Die großen Hallen der Fenster- und Türenfirma TMP prägen nach wie vor das Bild im Gewerbegebiet von Groß Wokern. Allerdings wird hier seit fast einem Jahr nichts mehr produziert. Die Produktion wurde Mitte 2025 aufgrund der schwächelnden Baukonjunktur eingestellt. Heute sind an diesem Standort nur noch sechs Mitarbeiter beschäftigt, die sich um Vertrieb und Reparaturservice kümmern. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im thüringischen Bad Langensalza.

Aufträge aus der Region und sogar aus Rostock

Laut Standortleiter Sven Kannich hat sich die Auftragslage in Groß Wokern inzwischen wieder etwas stabilisiert. „Wir haben viele Privatkunden aus dem näheren Umkreis“, erklärt Kannich. So erhält TMP Bestellungen aus Teterow, Güstrow und sogar aus Rostock, wie der 53-Jährige berichtet.

Der Fachmann ist seit dem vergangenen Jahr der neue Niederlassungsleiter von TMP in Groß Wokern. Als er vor einigen Monaten seine neue Aufgabe in dem Ort nahe Teterow antrat, hatte er ein klares Ziel vor Augen: „Der Standort sollte nicht komplett schließen.“ Viele Kunden dachten, dass es TMP in Groß Wokern gar nicht mehr gebe, doch das ist nicht der Fall.

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Wiederbelebung durch Engagement und Kontaktpflege

Nach dem Produktionsstopp wurde der Kontakt zu Firmen in der Baubranche intensiviert und auf das Angebot in Groß Wokern hingewiesen. Die Mitarbeiter machten zudem in ihrem Bekanntenkreis „Werbung“ für das Unternehmen. Dieses Engagement zahlt sich aus. Mittlerweile kommen sowohl Privatkunden als auch Firmen wieder auf sie zu. Sogar die Warnowwerft aus Warnemünde hat einen Auftrag von weit über 50.000 Euro ausgelöst.

Gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Groß Wokern

Um den Standort wieder bekannter zu machen, hat Kannich auch Kontakt zur Gemeinde aufgenommen. Er stellte sich in der Gemeindevertretung vor, was zu einem guten Miteinander führte. Dadurch erhielt er einen Hinweis, um eine offene Stelle mit einem Verkäufer besetzen zu können. Vor wenigen Tagen stellte er dem Amtswehrführer eine ehemalige Lagerhalle zur Verfügung, damit angehende Feuerwehrleute dort ihren Grundlehrgang absolvieren können.

Die Halle steht bereits leer und soll verkauft oder vermietet werden, wie Kannich betont. Der einstige Maschinenpark ist ebenfalls noch in Groß Wokern vorhanden. Aktuell ist jedoch nicht daran gedacht, die Produktion wieder aufzunehmen.

„Ziel ist es dagegen, noch stabiler zu werden und den Standort weiter auszubauen“, unterstreicht Sven Kannich abschließend.

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