Unilever verhängt Einstellungsstopp und plant Mega-Deal mit McCormick
Unilever: Einstellungsstopp und Mega-Deal mit McCormick

Unilever stoppt Neueinstellungen und peilt historischen Deal mit McCormick an

Der britische Konsumgüterkonzern Unilever hat einen vorübergehenden Einstellungsstopp für Neueinstellungen verhängt. Hintergrund dieser Maßnahme ist laut Unternehmenssprecher das derzeitige unsichere wirtschaftliche Umfeld. „Wir bleiben ein agiles Unternehmen und werden unsere Pläne bei Bedarf stets anpassen“, erklärte der Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Unilever, der weltweit bekannte Marken wie Knorr, Pfanni und Mondamin führt, ist wie viele Wettbewerber von den Auswirkungen der durch den Iran-Krieg ausgelösten Handelskrise betroffen.

Strategische Neuausrichtung und geplanter Mega-Deal

In den vergangenen Jahren hat sich Unilever mit rund 96.000 Beschäftigten neu positioniert. Mehrere Lebensmittelmarken wurden weltweit verkauft und Geschäftsbereiche wie die Eiscremesparte ausgegliedert. Der Umsatz belief sich im Jahr 2025 auf etwa 50 Milliarden Euro. Jetzt soll der angestrebte Verkauf des Großteils des verbliebenen Lebensmittelgeschäfts an den US-Gewürzhersteller McCormick & Co. erhebliche finanzielle Mittel einbringen. Das Lebensmittelgeschäft in Indien steht laut Unilever jedoch nicht zum Verkauf.

Details zum möglichen Zusammenschluss

Bei einem erfolgreichen Zusammenschluss ist eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar (etwa 13,7 Milliarden Euro) vorgesehen. Der Großteil des Verkaufs soll jedoch in Form von McCormick-Aktien abgewickelt werden. Eine finale Entscheidung könnte bereits am Dienstag fallen, obwohl ein Abschluss noch ungewiss ist. Sollte der Deal zustande kommen, würde Unilever 65 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten. Dieser Schritt wäre für beide Unternehmen der größte in ihrer Firmengeschichte.

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Auswirkungen auf die Marktposition

McCormick & Co., einer der weltweit führenden Gewürzhersteller, der in Amerika unter anderem die Sauce Cholula anbietet, würde durch den Deal zu einem globalen Giganten für Gewürze, Würzmittel und Würzsaucen aufsteigen. Unilever hingegen würde sich als globaler Marktführer in den Bereichen Schönheitspflege, Körperpflege und Haushaltspflege neu etablieren. Konzernchef Fernando Fernandez hat zuletzt betont, dass er diese Sparten als Schlüssel für künftiges Wachstum betrachtet und nicht das Lebensmittelgeschäft.

Die Verhandlungen mit McCormick & Co. wurden von Unilever vor knapp zwei Wochen bestätigt. Dieser strategische Schritt unterstreicht die kontinuierliche Anpassung des Unternehmens an volatile Marktbedingungen und langfristige Wachstumsziele.

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