Beratungsmobil der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt erreicht Meilenstein
Das Beratungsmobil der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt steht kurz vor einem bedeutenden Meilenstein: Noch im April wird es seinen 1.000. Ratsuchenden begrüßen. Seit über einem Jahr rollt das Fahrzeug durch das Bundesland und hat dabei bereits mehr als 36.000 Kilometer auf dem Tacho zurückgelegt. Die mobile Beratungsstelle hat es ermöglicht, Verbraucherinnen und Verbraucher in 16 Städten zu erreichen, die zuvor nicht von stationären Angeboten profitieren konnten.
Breites Spektrum an Verbraucheranliegen
Volkmar Hahn, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, zeigt sich erfreut über die positive Resonanz: „Wir sind zufrieden und froh über die Nachfrage und die Wahrnehmbarkeit in 16 Orten, wo wir vorher nicht waren.“ Die Themen, mit denen sich Ratsuchende an das Beratungsmobil wenden, spiegeln die gesamte Bandbreite des Verbraucherschutzes wider:
- Finanzierungs- und Versicherungsberatung
- Reklamationen bei Handwerkern oder Dienstleistungen
- Untergeschobene Verträge und ungewollte Abonnements
- Unberechtigte Kontoabbuchungen
Besonders häufig werden Probleme mit untergeschobenen Verträgen, unerwünschten Zeitschriftenabonnements und unrechtmäßigen Kontobelastungen thematisiert.
Ablauf der mobilen Videoberatung
Der Beratungsprozess im Mobil ist durchdacht organisiert. Interessierte buchen im Voraus einen Termin, wobei auch spontane Anfragen möglich sind, wenn das Fahrzeug gerade vor Ort ist. Die eigentliche Beratung erfolgt per Videoschalte direkt aus dem Mobil. Ein Servicemitarbeiter unterstützt bei der Digitalisierung von Unterlagen durch Einscannen und kümmert sich um den reibungslosen Ablauf der technischen Prozesse.
Regelmäßige Präsenz stärkt Bekanntheit
Seit Beginn des Jahres 2025 ist das Beratungsmobil alle vier Wochen an den 16 festgelegten Standorten präsent. Diese Regelmäßigkeit hat laut Hahn maßgeblich zur gestiegenen Bekanntheit des Angebots beigetragen. Gleichzeitig betont er: „Wir wissen aber, dass eine Beratungsstelle mit Vorträgen oder in Netzwerken zu Behörden oder lokalen Organisationen für den Verbraucherschutz vor Ort mehr leistet als das Mobil mit der Videoberatung.“ Das mobile Angebot versteht sich somit als ergänzende Säule zum stationären Beratungsnetzwerk.
Einordnung in die Gesamtberatungszahlen
Die Beratungen aus dem Mobil stellen einen vergleichsweise kleinen Teil der Gesamtaktivitäten der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt dar. Geschäftsführer Hahn gibt konkrete Zahlen zur Dimension der Verbraucherarbeit bekannt: „Mehr als 64.000 Verbraucherinnen und Verbraucher ließen sich im Jahr 2025 durch die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt beraten, nutzten die Informations- und Bildungsangebote, fragten um Rat bei Aktionen oder erwarben Broschüren.“ Das Beratungsmobil trägt somit dazu bei, die Reichweite dieser umfassenden Verbraucherschutzarbeit weiter auszudehnen und auch entlegenere Regionen des Bundeslandes zu erreichen.



