Giftiger Schimmelpilz in Bio-Reis entdeckt: Bremer Firma ruft mehrere Produkte zurück
Ein alarmierender Fund in Bio-Reisprodukten hat zu einem umfassenden Rückruf geführt. Die Reishunger GmbH mit Sitz in Bremen hat mehrere Chargen von Bio-Basmati-Reis und Reis-Mischungen aus dem Verkauf genommen, nachdem bei Routineuntersuchungen erhöhte Werte des gefährlichen Schimmelpilzgifts Aflatoxin B1 festgestellt wurden.
Krebserregendes Gift in Reisprodukten nachgewiesen
Bei der stichprobenartigen Überprüfung langjähriger Lieferanten fiel eine Probe auf, die anschließend genauer analysiert wurde. Die Untersuchung ergab, dass die Aflatoxin-Werte in dem Bio-Produkt leicht über dem gesetzlich erlaubten Grenzwert lagen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich bereits ein Teil der Ware im aktiven Verkauf.
Aflatoxin B1 gehört zu den natürlich vorkommenden Schimmelpilzgiften, die bei regelmäßigem Verzehr als krebserregend gelten und die Leber schädigen können. Ein besonderes Problem stellt die Hitzestabilität des Gifts dar – es wird beim Kochen nicht zerstört und behält seine gefährlichen Eigenschaften.
Diese Chargen sind konkret betroffen
Aus Gründen des hohen Qualitätsanspruchs und im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes hat das Unternehmen folgende Chargen zurückgerufen:
- Bio Basmati: Chargen-Nummer 21488 (200 Gramm), Mindesthaltbarkeitsdatum: 06.11.2027
- Bio Basmati: Chargen-Nummer 21489 (3 Kilogramm), Mindesthaltbarkeitsdatum: 16.11.2027
- Bio Basmati: Chargen-Nummer 21674 (600 Gramm), Mindesthaltbarkeitsdatum: 25.01.2028
- Bio Wildreis Basmati Reis Mix: Chargen-Nummer 21452 (600 Gramm), Mindesthaltbarkeitsdatum: 11.11.2027
- Bio Wildreis Basmati Reis Mix: Chargen-Nummer 21453 (3 Kilogramm), Mindesthaltbarkeitsdatum: 23.11.2027
Andere Chargen oder Produkte des Unternehmens sind nach eigenen Angaben nicht vom Rückruf betroffen. Die Firma betont, dass es sich um eine vorsorgliche Maßnahme handelt.
Gesundheitsrisiken und Verzehrsempfehlungen
Nach Angaben des Unternehmens führt der einmalige Verzehr geringer Mengen bei gesunden Erwachsenen in der Regel nicht direkt zu akuten Vergiftungen. Dennoch wird vom Konsum der betroffenen Chargen ausdrücklich abgeraten.
Symptome wie Übelkeit oder Bauchschmerzen können Anzeichen für zu große verzehrte Mengen des Schimmelpilzgifts sein. Bei anhaltenden Beschwerden sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.
Kunden, die eine der genannten Chargen erworben haben, sollen den Reis nicht verzehren. Der Kaufpreis wird in solchen Fällen erstattet. Das Unternehmen reagiert damit auf die potenzielle Gesundheitsgefährdung durch das in warmen Klimazonen verbreitete Gift, das neben Reis auch Nüsse, Trockenfrüchte und Gewürze befallen kann.
Die Entdeckung unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Qualitätskontrollen in der Lebensmittelindustrie, insbesondere bei Produkten aus Regionen mit erhöhtem Schimmelpilzrisiko. Verbraucherschützer begrüßen die transparente Kommunikation und schnelle Reaktion des Unternehmens.



