Evangelische Schule Hagenow vertritt Mecklenburg-Vorpommern beim Deutschen Schulpreis
Die Evangelische Schule in Hagenow hat einen bemerkenswerten Erfolg erzielt: Als einzige Bildungseinrichtung aus dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wurde sie für den renommierten Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehofstiftung nominiert. Unter insgesamt 87 Bewerbungen schaffte es die Schule unter die 20 Finalisten und qualifizierte sich damit für die entscheidende Endrunde des bedeutenden Bildungswettbewerbs.
Bundesweite Anerkennung für pädagogische Exzellenz
Der Deutsche Schulpreis zeichnet besonderes pädagogisches Engagement sowie die nachhaltige und erfolgreiche Nutzung vorhandener Ressourcen aus. Die Evangelische Schule „Dr-Eckart-Schwerin“ aus Hagenow überzeugte die Vorjury mit ihrem ganzheitlichen Bildungskonzept und darf sich nun zu den besten Schulen Deutschlands zählen. „Wir sind total stolz und freuen uns sehr über diese Nominierung“, betont Schulleiterin Anika Blättrich die Bedeutung dieser Anerkennung für ihre Einrichtung.
Jury-Besuch und umfassende Evaluation stehen bevor
In Kürze wird ein 50-köpfiges Expertenteam aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Verwaltung für zwei Tage nach Hagenow reisen, um die Schule intensiv zu begutachten. Die Jury wird dabei nicht nur den Unterricht beobachten, sondern auch Gespräche mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Kooperationspartnern führen. „Die Jury spricht dann mit Lehrern, Schülern, Eltern und Kooperationspartnern“, erläutert Blättrich das umfassende Prüfverfahren. Zusätzlich werden schulische Pläne und Projektdokumentationen genauestens analysiert.
Sechs Qualitätsbereiche entscheiden über den Sieg
Die Bewertung erfolgt in sechs zentralen Qualitätsdimensionen, die mittlerweile als allgemein anerkannte Kennzeichen guter Schulqualität gelten: Unterrichtsqualität, Leistung, Umgang mit Vielfalt, Verantwortung, Schulklima sowie Schulleben mit außerschulischen Partnern und die Schule als lernende Institution. Die Robert-Bosch-Stiftung betont, dass diese Kriterien einen umfassenden Blick auf die pädagogische Arbeit ermöglichen.
Attraktive Preisgelder und bundesweite Aufmerksamkeit
Auf die Gewinnerschule wartet ein Preisgeld von 100.000 Euro, während fünf weitere Auszeichnungen mit jeweils 30.000 Euro dotiert sind. Alle nominierten Schulen erhalten zudem einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro. Die feierliche Verleihung findet im September in Berlin statt, wo Bundeskanzler Friedrich Merz die Preise persönlich überreichen wird.
Schulkonzept und außerschulische Projekte überzeugen
Die Evangelische Schule Hagenow unterrichtet Kinder in altersgemischten Gruppen nach einem offenen pädagogischen Konzept, das früher oft skeptisch betrachtet wurde. „Jetzt bei so einem renommierten Preis wie dem Deutschen Schulpreis in der Endauswertung zu sein, ist schon unfassbar toll“, freut sich Blättrich über die späte Anerkennung. Besonders die vielfältigen außerschulischen Projekte – etwa mit dem Pflegeheim „Oberin von Lindeiner“, dem Bauernverband Ludwigslust oder der örtlichen Kirchengemeinde – haben vermutlich zum Erfolg beigetragen.
Schülerinnen und Schüler zeigen dabei bemerkenswertes Engagement, wie das Küken-Aufzuchtprojekt oder Theateraufführungen im Seniorenheim beweisen. „Wir geben bei der Jury-Hospitation unser Bestes und dann sehen wir weiter“, macht Blättrich ihrem Team Mut. Unabhängig vom finalen Ergebnis stellt die Nominierung bereits jetzt einen bedeutenden Erfolg für die Schule und die gesamte Region dar.



