Albert-Schweitzer-Schule in Wittenberge eröffnet modernen Anbau für Förderschüler
Förderschule in Wittenberge eröffnet modernen Neubau

Modernes Schulgebäude nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt

Gut zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich haben Schüler und Lehrer der Albert-Schweitzer-Schule in Wittenberge ihren neuen Anbau bezogen. Obwohl die Außenanlagen noch nicht vollständig fertiggestellt sind und ein Bagger vor dem Gebäude steht, konnte der Schulbetrieb in den neuen Räumlichkeiten bereits aufgenommen werden. Der Landkreis Prignitz als Träger der Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung hat damit eine langjährige Platzproblematik gelöst.

Schulleiterin berichtet von positiver Aufnahme

Schulleiterin Ellen Winterfeld zeigt sich erfreut über die Reaktion der Schüler auf das neue Gebäude. "Die Kinder haben das Gebäude gut angenommen", betont sie. Besonders bemerkenswert sei, dass sich die Schüler trotz der Weitläufigkeit des Neubaus und der fehlenden Nischen schnell eingelebt hätten. "Die Schüler haben das Gebäude schnell okkupiert", so Winterfeld weiter. Die Albert-Schweitzer-Schule unterrichtet Kinder mit geistiger Entwicklung, wobei etwa jeder zehnte Schüler Autist ist.

Architektonische Besonderheiten und Ausstattung

Der Neubau erstreckt sich über rund 1400 Quadratmeter und bietet:

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  • Sechs neue Klassenräume
  • Drei spezielle Förderräume
  • Einen großen Begegnungsbereich
  • Ein geräumiges Lehrerzimmer

Trotz der breiten Flure strahlt das Gebäude eine moderne Gemütlichkeit aus. Eine besondere akustische Lösung durch sogenannte "Sauerkrautdecken" sorgt für eine angenehme Raumakustik. Jeder Klassenraum verfügt über eine Sitzecke zum Entspannen und eine voll ausgestattete Kochecke. "Die Kinder sollen auch lernen, sich selbst zu versorgen", erklärt Schulleiterin Winterfeld dieses pädagogische Konzept.

Schülerstruktur und pädagogisches Personal

Die Albert-Schweitzer-Schule nimmt Kinder von der ersten bis zur zwölften Klasse auf, wobei die letzten beiden Jahrgänge zum Berufsbildungsbereich gehören. Die durchschnittliche Klassengröße beträgt acht Schüler. Aktuell besuchen 113 Kinder die Einrichtung, die von 35 Lehrkräften und sechs pädagogischen Mitarbeitern betreut werden. Die Schülerzahl stagniert derzeit, nachdem in den vergangenen Jahren ein starker Anstieg zu verzeichnen war. Unter den Schülern befinden sich auch Kinder mit Migrationshintergrund, deren Anteil jedoch nicht sehr hoch ist.

Vielfältige Schülerschaft und inklusiver Ansatz

Die Schülerschaft ist heterogen zusammengesetzt: Einige Schüler sind mehrfach behindert, andere haben eine leichte Lernbehinderung. Diese Vielfalt ermöglicht es der Schule, ein Stück weit gelebte Inklusion zu praktizieren. Durch den Umzug in den Anbau gewinnt auch der Ursprungsbau wieder mehr Platz für regulären Schulunterricht, was die räumliche Situation insgesamt deutlich verbessert.

Der Kreisausschuss für Kreisstraßen und Immobilien hat bereits von den neuen Räumlichkeiten profitiert und kürzlich im Lehrerzimmer des Neubaus getagt. Damit ist die Albert-Schweitzer-Schule in Wittenberge nicht nur räumlich gewachsen, sondern hat auch ihre pädagogischen Möglichkeiten erweitert.

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