Deutscher Lehrkräftepreis 2026: Was Schüler an herausragenden Pädagogen schätzen
Lehrkräftepreis: Was Schüler an guten Pädagogen schätzen

Deutscher Lehrkräftepreis ehrt zehn herausragende Pädagogen

In Berlin werden heute zehn Lehrerinnen und Lehrer mit dem Deutschen Lehrkräftepreis ausgezeichnet. Der Preis wird vom Deutschen Philologenverband und der Heraeus Bildungsstiftung vergeben und basiert auf Nominierungen durch Schülerinnen und Schüler. Die Preisträger kommen aus verschiedenen Bundesländern und repräsentieren unterschiedliche Schulformen von Gymnasien über Gesamtschulen bis zu Berufsschulen.

Zehn Qualitäten, die Schüler besonders schätzen

Die Nominierungen der Schülerinnen und Schüler zeigen deutlich, welche Eigenschaften und Fähigkeiten sie an ihren Lehrkräften besonders wertschätzen. Dabei geht es nicht nur um fachliche Kompetenz, sondern vor allem um zwischenmenschliche Qualitäten und pädagogisches Geschick.

Kreativität und Innovationsgeist zeichnen Preisträger Steffen Haschler aus, der Mathematik, Physik und Informatik am Gymnasium Englisches Institut in Heidelberg unterrichtet. Seine Schüler loben insbesondere sein Engagement während der Coronazeit: „Ohne Herrn Haschler wäre der Online-Unterricht wahrscheinlich lange nicht existent beziehungsweise katastrophal gewesen.“

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Verständliche Wissensvermittlung gelingt Serhat Gökce von der Beruflichen Schule 9 in Nürnberg ausgezeichnet. Der Lehrer für Kaufmännische Steuerung und Kontrolle wird von seinen Schülern als „der beste Lehrer unserer gesamten bisherigen Schullaufbahn“ beschrieben.

Energie und Leidenschaft bringt Englischlehrerin Fatma Kan von der Integrierten Sekundarschule Quinoa in Berlin in ihren Unterricht ein. Ihre Schüler sehen in ihr ein „echtes Vorbild“, das „uns mit ihrer Begeisterung ansteckt und zeigt, dass Lernen auch Spaß machen kann“.

Zwischenmenschliche Qualitäten stehen im Vordergrund

Empathie zeigt Christin Altenkirch-Borchert an der Gesamtschule Voltaireschule Potsdam, wo sie Mathematik und Latein unterrichtet. Eine Schülerin schrieb: „Sie hat mich motiviert, gestärkt, begleitet. Und das mit einer Wärme, die ich nie vergessen werde.“

Gutes Zuhören zeichnet Julian Lee vom Gymnasium Allermöhe in Hamburg aus. Der Englisch- und Philosophielehrer wird von seinen Schülern gelobt: „Er war immer für uns da. Nicht kontrollierend, sondern begleitend.“

Persönlicher Einsatz kennzeichnet Roland Struwe von der Eichendorffschule Kelkheim in Hessen. Der Lehrer für Geschichte, Politik und Wirtschaft bereitet laut seinen Schülern „jede Stunde individuell vor“ und geht gezielt auf Stärken und Schwächen ein.

Fachkenntnis und Wertevermittlung

Fairness und Respekt sind Qualitäten, die Toni Fischer von der Realschule Fritz Reuter in Demmin auszeichnen. Seine Schüler beschreiben ihn als „außergewöhnliche Lehrkraft“, die „Schule zu einem Ort macht, an dem man sich wohl und wertgeschätzt fühlt“.

Humor bringt Dimitri Fromm von der Janusz Korczak-Gesamtschule in Gütersloh in seinen Mathematik- und Physikunterricht ein. Ein Schüler berichtet: „Ich habe zum ersten Mal überlegt, später vielleicht etwas in Richtung Technik oder Ingenieur zu machen.“

Exzellente Fachkenntnis verbindet Simone Windhüs vom Landfermann-Gymnasium Duisburg mit Unterricht auf Augenhöhe. Ihre Schülerinnen und Schüler beschreiben sie als „eine Mathelehrerin, die begeistert, bewegt und verbindet“.

Wertevermittlung gelingt Philipp Limmer von der Zentralschule Adorf in Sachsen besonders gut. Der Mathematik- und Geografielehrer wird von einem ehemaligen Schüler gewürdigt: „Heute, nachdem die Schule geschafft ist, bin ich überzeugt, den besten Lehrer gehabt zu haben, den man sich hätte wünschen können.“

Was gute Lehrer ausmacht

Die Auszeichnungen zeigen deutlich, dass Schülerinnen und Lehrer heute mehr schätzen als reine Wissensvermittlung. In Zeiten von Whiteboards, Tablets und bildungspolitischen Herausforderungen gewinnen zwischenmenschliche Qualitäten wie Empathie, Respekt und persönliches Engagement zunehmend an Bedeutung. Die ausgezeichneten Lehrkräfte beweisen, dass Schule nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Lebensraum sein kann, in dem sich Schüler wohlfühlen und persönlich wachsen können.

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Die Preisverleihung findet heute in Berlin statt und würdigt Pädagogen, die durch ihre Arbeit zeigen, dass exzellenter Unterricht fachliche Kompetenz mit menschlicher Wärme und pädagogischem Feingefühl verbindet. Diese Lehrerinnen und Lehrer prägen nicht nur den Lernerfolg, sondern auch die persönliche Entwicklung ihrer Schüler nachhaltig.