Hochschule Merseburg startet Initiative für mehr Professorinnen - Gleichstellungskonzept ausgezeichnet
Merseburg: Konzept für mehr Professorinnen ausgezeichnet

Hochschule Merseburg startet Initiative für mehr Professorinnen

An der Hochschule Merseburg sind weniger als ein Drittel der Professuren mit Frauen besetzt. Ein prämiertes Gleichstellungskonzept soll helfen, dieses Ungleichgewicht zu korrigieren. Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte Katja Labow erklärt, wie dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden kann.

Klares 2:1 für die Männer: Aktuelle Situation an der Hochschule

Von den aktuell 74 Professuren an der Hochschule Merseburg sind nur 28 Prozent mit Frauen besetzt. „Es waren aber auch schon mal nur 21 Prozent“, berichtet Katja Labow. Dies entspricht einem klaren Verhältnis von etwa 2:1 zugunsten der männlichen Professoren. Die Hochschule steht damit vor einer signifikanten Herausforderung in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit in der akademischen Lehre.

Prämiertes Konzept gegen Ungleichheit in der Lehre

Die Hochschule Merseburg hat ein Gleichstellungskonzept entwickelt, das bereits Auszeichnungen erhalten hat. Dieses Konzept zielt darauf ab, strukturelle Hürden abzubauen und den Frauenanteil unter den Professuren nachhaltig zu erhöhen. „Jetzt ist die Zeit für Wandel“, betont Katja Labow mit Nachdruck. Der Fokus liegt nicht auf einer sofortigen 50:50-Quote, sondern auf einer realistischen und stetigen Steigerung.

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Chance durch Generationenwechsel: Ruhestandswelle bietet Möglichkeiten

Ein wichtiger Faktor für die geplante Veränderung ist der demografische Wandel. Viele nach der Wende berufene Professoren gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Labow sieht darin eine große Chance für die Hochschule, gezielt mehr Frauen für freie Professuren zu gewinnen. Dieser natürliche Personalwechsel ermöglicht es, die Gleichstellungsbemühungen direkt in die Besetzungsprozesse zu integrieren.

Ziele und Umsetzung: Wie mehr Professorinnen erreicht werden sollen

Das Gleichstellungskonzept umfasst mehrere Maßnahmen:

  • Gezielte Ansprache von qualifizierten Wissenschaftlerinnen bei Stellenausschreibungen
  • Mentoring-Programme zur Förderung des weiblichen akademischen Nachwuchses
  • Transparente Berufungsverfahren mit geschlechtergerechten Kriterien
  • Regelmäßige Evaluation der Gleichstellungsfortschritte
Katja Labow erklärt: „Da sind wir realistisch, aber es geht darum, den Frauenanteil zu steigern.“ Die Hochschule setzt auf langfristige Strategien, um eine nachhaltige Veränderung der Geschlechterverteilung zu erreichen.

Ausblick: Perspektiven für die Zukunft der Hochschule Merseburg

Mit dem prämierten Konzept positioniert sich die Hochschule Merseburg als Vorreiterin in der Gleichstellungsarbeit im akademischen Bereich. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie erfolgreich die Maßnahmen umgesetzt werden können. Die Steigerung des Frauenanteils unter den Professuren ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein Qualitätsmerkmal für eine moderne und diverse Bildungsinstitution.

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