Kreidestaub, tropfende Turnhallendächer und marode Klassenräume sollen im Landkreis Ludwigslust-Parchim Schritt für Schritt der Vergangenheit angehören. Der Schulbaubeirat des Landkreises hat jetzt den Weg für Millioneninvestitionen in die Schullandschaft freigemacht. Insgesamt profitieren 33 Schulbauprojekte von Mitteln aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes. Für bessere Lehr- und Lernbedingungen fließen mehr als 38,5 Millionen Euro in Projekte im gesamten Landkreis. Damit werden Bau- und Sanierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von über 81,5 Millionen Euro möglich.
Mehrere Schulen im Altkreis Parchim erhalten Förderung
Auch mehrere Schulen im Altkreis Parchim stehen auf der Liste der Einrichtungen, die profitieren sollen. Dazu zählen die Grundschule Parchim Wallallee, die Regionale Schule und Grundschule Lübz, die Grundschule Matzlow sowie die Grundschule Passow und die Grundschule Groß Godems.
Hintergrund ist das milliardenschwere Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität. Nachdem die Bundesregierung dafür im vergangenen Jahr das Grundgesetz geändert hatte, verständigten sich Land und Kommunen in MV auf einen schnellen und möglichst unbürokratischen Weg zur Verteilung der Mittel: den sogenannten MV-Plan 2035. Insgesamt sollen daraus 540 Millionen Euro in öffentliche allgemeinbildende Schulen im Land fließen.
68,9 Millionen Euro für 25 Schulbauprojekte im Kreis
Dem Landkreis stehen zunächst rund 68,9 Millionen Euro zur Verfügung. Etwa 19,4 Millionen Euro entfallen auf Schulen in kreislicher Trägerschaft, weitere rund 49,5 Millionen Euro gehen an Schulträger im kreisangehörigen Raum. Der Schulbaubeirat wählte nun 4 größere und 21 kleinere Projekte aus, die zeitnah umgesetzt werden sollen. Mehrere Vorhaben könnten noch in diesem Jahr starten, bei den ersten größeren Projekten wird sogar mit einem baldigen Baubeginn gerechnet.
Weitere acht Projekte sind bereits im Blick, müssen aber zunächst planerisch weiter vorbereitet werden. Auch sie sollen die Bildungslandschaft im Landkreis stärken und könnten später ebenfalls aus dem Sondervermögen unterstützt werden. Landrat Stefan Sternberg sprach nach der Sitzung von wichtigen Weichenstellungen für die Schulen im Landkreis. Zugleich hofft der Landkreis, dass die Investitionen auch der regionalen Bauwirtschaft Schub verleihen. Ziel sei es, möglichst schnell sichtbare Verbesserungen an den Schulen zu erreichen.



