Mäuseplage legt Förderschule lahm: Kammerjäger verzweifelt, Eltern am Limit
Mäuseplage: Schule wochenlang geschlossen

Mäuseplage in Waltrop: Ganze Schule wochenlang geschlossen

Die Schule Oberwiese in Waltrop (Nordrhein-Westfalen) bleibt aufgrund einer hartnäckigen Mäuseplage voraussichtlich bis nach den Osterferien geschlossen. Rund 200 Kinder der Förderschule müssen weiterhin auf den Unterricht in ihren Klassenzimmern verzichten, während Kammerjäger verzweifelt gegen die Nager ankämpfen.

Gesundheitsgefahr durch Nager-Spuren

Anfang März ordneten das Kreis-Gesundheitsamt Recklinghausen und die Schulverwaltung der Stadt Waltrop die sofortige Schließung der Schule an. Der Grund: In der Mensa, in Klassenräumen und an weiteren Orten des Schulgebäudes wurden zahlreiche Nager-Spuren und Hinterlassenschaften entdeckt. „Eine Vorsichtsmaßnahme, um die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, aber auch des Personals zu schützen“, erklärte eine Sprecherin damals.

Plage stellt sich als größer heraus als erwartet

Ursprünglich hatten die Verantwortlichen gehofft, die Mäuse bis zum 13. März erfolgreich bekämpfen zu können. Doch die Situation hat sich als deutlich komplexer erwarten. „Es haben sich weitere, bislang nicht absehbare Herausforderungen ergeben“, teilte die Stadt mit. Inzwischen geht man davon aus, dass die Schule erst nach den Osterferien in Nordrhein-Westfalen (bis 11. April) wieder öffnen kann.

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Ein zertifizierter Schädlingsbekämpfer hat umfangreiche Maßnahmen eingeleitet:

  • Köderboxen wurden im gesamten Schulgebäude aufgestellt
  • Möbel, Schrankinhalte und Räume wurden gründlich gereinigt und desinfiziert
  • Im Altbau wurden Untersuchungen auf Schadstoffe durchgeführt
  • Deckenverkleidungen wurden entfernt

Zusätzlich zur Schule mussten auch das Hallenbad und die Sporthalle der Einrichtung geschlossen werden.

Eltern stehen vor Betreuungsproblemen

Die rund 200 Kinder der Förderschule, die geistige und körperliche Beeinträchtigungen haben und aus Waltrop sowie umliegenden Städten kommen, erhalten offiziell Distanzunterricht. Doch dieser läuft nach Angaben betroffener Eltern nicht reibungslos. Ein Vater beschreibt die Situation: „Eine mittlere Katastrophe. Berufstätige Eltern, die auf die Ganztagsbetreuung in der Schule angewiesen sind, mussten sich freinehmen oder krankmelden, um die Kinder zu Hause betreuen zu können.“

Die dreiwöchige Schulschließung hat für viele Familien unerwartete Betreuungsprobleme verursacht, die den Alltag erheblich belasten.

Stadt reagiert mit Notbetreuung

Die Stadt Waltrop hat auf die kritische Situation reagiert und bietet seit dem 19. März in den Räumen der ehemaligen Phoenixschule eine Notbetreuung an. Eine Stadtsprecherin erläuterte: „Parallel wird der Distanzunterricht fortgeführt. Die Lehrkräfte versorgen diejenigen Schülerinnen und Schüler, die die Notbetreuung nicht nutzen, weiterhin mit Materialien.“

Alle Beteiligten – von der Stadtverwaltung über das Gesundheitsamt bis hin zu den Lehrkräften – bemühen sich intensiv darum, die Schule Oberwiese so schnell wie möglich wieder für den regulären Betrieb öffnen zu können. Doch solange die Mäuseplage nicht unter Kontrolle ist, bleibt die Förderschule geschlossen und die Schüler müssen auf alternative Unterrichtsformen zurückgreifen.

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