Die Zukunft der Galeria am Rotkreuzplatz in München bleibt ungewiss. Nach Informationen der AZ hat das Unternehmen bereits zum zweiten Mal die Miete für die Immobilie nicht pünktlich gezahlt. Die April-Miete ging erst im Mai ein, und die Miete für Mai war bis zum 12. Mai 2026 noch nicht beglichen. Galeria äußerte sich auf Anfrage nicht.
Demo und Petition für Erhalt des Kaufhauses
Mehrere Hundert Menschen versammelten sich am Samstag auf Initiative der SPD vor der Galeria am Rotkreuzplatz, um für den Erhalt des Kaufhauses zu demonstrieren. Mitarbeiter, Kunden, Anwohner und Politiker setzen sich dafür ein, die Arbeitsplätze zu sichern. Eine weitere Demo ist für den 29. Mai geplant. Eine Online-Petition auf change.org haben bis Dienstagabend über 2400 Menschen unterzeichnet.
Politischer Druck auf Eigentümer
Die SPD-Fraktion im Stadtrat bat Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), Kontakt zu den Eigentümern aufzunehmen. „Der Kaufhof ist Kern des Stadtteils, Ankerpunkt und vor allem für viele Senioren unverzichtbarer Teil der Nahversorgung“, heißt es in einem Antrag. Ob die Politiker den Abriss verhindern können, ist fraglich.
Neubaupläne des Eigentümers OFB
Der neue Eigentümer OFB will an dem Standort neu bauen. Geplant sind Büros, Wohnungen und Hotelflächen sowie rund 6000 Quadratmeter Einzelhandelsflächen. Nach der Fertigstellung sollen wieder Geschäfte einziehen, allerdings nur im Erdgeschoss und Untergeschoss. Der Mietvertrag zwischen OFB und Galeria läuft Ende Januar 2027 aus. OFB plant, bereits 2027 mit dem Rückbau der Obergeschosse zu beginnen.
Hoffnung der Mitarbeiter
Betriebsrat Alfred Birkenmayer sagte der AZ: „Man hat uns gesagt, dass die Festangestellten wahrscheinlich so gut wie alle in anderen Häusern unterkommen würden.“ Er und viele Kollegen hoffen, dass sich die Planungen und Genehmigungen verzögern und der Mietvertrag verlängert wird. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so Birkenmayer.



