Projektwoche gestoppt: Kultusministerium prüft Porno-Vorwürfe an Oberschule
In einer Oberschule im ostsächsischen Landkreis Görlitz sind schwere Vorwürfe aufgetaucht, die das sächsische Kultusministerium nun intensiv untersucht. Eltern haben Alarm geschlagen, nachdem Schüler einer neunten Klasse während einer Projektwoche im März mutmaßlich mit pornografischem Material konfrontiert worden sein sollen.
Externe Theatergruppe im Fokus der Ermittlungen
Das Landesamt für Schule und Bildung steht laut Ministeriumsangaben in engem Kontakt mit der betroffenen Schule, um den genauen Sachverhalt aufzuklären. Ein Sprecher der Schulaufsichtsbehörde bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass zwei Personen einer externen Theatergruppe die umstrittenen Inhalte während der Projektwoche verwendet haben sollen. Die Schulleitung habe nach ersten Elternbeschwerden umgehend reagiert und die gesamte Projektwoche gestoppt.
Mehrere Strafanzeigen und rechtliche Prüfungen
Medienberichten der „Jungen Freiheit“ zufolge haben mehrere betroffene Eltern bereits Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Vorwurf lautet auf Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige unter 18 Jahren. Das Landesamt für Schule und Bildung prüft parallel, ob durch die Handlungen der externen Personen Regularien des sächsischen Schulgesetzes verletzt wurden. Diese doppelte Untersuchung – sowohl strafrechtlich als auch schulrechtlich – unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe.
Schulleitung reagiert prompt, Ministerium übernimmt
Der Schulleiter der betroffenen Oberschule wollte sich auf Nachfrage der dpa nicht zum laufenden Verfahren äußern und verwies stattdessen an das zuständige Kultusministerium. Ministeriumssprecher bewerteten die sofortige Einstellung der Projektwoche durch die Schulleitung als angemessene erste Reaktion. Die weitere Aufklärung obliegt nun den Behörden, die in enger Abstimmung mit der Schule alle Details ermitteln wollen.
Die genauen Umstände, wie es zur Präsentation des Materials kommen konnte und welche Kontrollmechanismen versagten, werden derzeit intensiv untersucht. Das Kultusministerium betonte die Wichtigkeit eines sicheren und geschützten Lernumfelds für alle Schüler und kündigte Konsequenzen an, sollten sich die Vorwürfe bestätigen.



