Sachsen verbessert Förderung für Alphabetisierungsprojekte
Sachsen verbessert Alphabetisierungsförderung

Das sächsische Regierungskabinett hat beschlossen, die Förderbedingungen für Projekte zur Alphabetisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben zu verbessern. Wie das Staatsministerium für Kultus in Dresden mitteilte, sollen künftig statt einer Personalkostenpauschale für Kursangebote auch konkrete Stellen finanziell gefördert werden können.

Weniger Bürokratie für Projektträger

Es gebe Fallkonstellationen, in denen diese Art der Förderung „für alle Beteiligten unbürokratischer ist“, sagte Tilo Schumann, Sprecher des Kultusministeriums. Die sogenannten „Schülercamps“ sollen künftig großzügiger gefördert werden, indem die erforderliche Teilnehmerquote abgesenkt wird. Als „erfolgreiche Durchführung“ gilt demnach künftig ein Kurs bereits dann, wenn 60 Prozent der Projekttage tatsächlich umgesetzt worden sind, bisher waren es 80 Prozent. Das finanzielle Risiko für die Träger – etwa wenn Teilnehmende aufgrund von Krankheit abbrechen müssen – solle so sinken.

Evaluation als Grundlage

Die Änderungen der Förderrichtlinie „Bildungspotenziale lebenslanges Lernen 2021-2027“ werden auf Grundlage einer externen Evaluation vorgenommen, wie es weiter heißt. Derzeit stehen für die Förderung insgesamt 133,9 Millionen Euro zur Verfügung – 81,2 Millionen Euro davon aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. 52,7 Millionen Euro stelle der Freistaat Sachsen zur Kofinanzierung bereit.

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