Schülerin nach Vergewaltigung durchs Abitur gefallen: Schule und Ministerium ohne Mitgefühl
Schülerin nach Verbrechen durchs Abitur gefallen: Kein Erbarmen

Schweres Verbrechen und institutionelle Kälte: Schülerin erhält keine Hilfe

Das Landgericht Potsdam hat einen 44-jährigen türkischen Uber-Fahrer zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt und anschließend abgeschoben. Der Mann hatte im August 2022 eine 16-jährige Schülerin aus Stahnsdorf, südlich von Berlin, in seinem Fahrzeug vergewaltigt. Das Opfer, das unter dem Pseudonym Tina geführt wird, konnte damals fliehen, ist jedoch schwer traumatisiert.

Trauma und schulischer Absturz ohne Rücksichtnahme

Tina durchlief nach der Tat intensive Therapien, konnte sich aber schulisch nicht mehr erholen. Die Lehrer am Stahnsdorfer Gymnasium zeigten laut Berichten keinerlei Rücksicht auf ihre psychische Verfassung. Im Abitur fehlten der Schülerin nur wenige Punkte zum Bestehen, doch sie fiel durch. Ihre Eltern beschwerten sich mehrfach bei der Schulleitung, wurden jedoch nicht angehört.

Die Familie wandte sich auch an das Brandenburger Bildungsministerium (MBJS) mit der Bitte um Unterstützung. Eine Sprecherin des Ministeriums behauptete, „die Schule, das Schulamt und auch die im MBJS damit befasste Fachebene haben im vorliegenden Fall alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten ausgeschöpft“. Die Eltern widersprechen dieser Darstellung entschieden.

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Ministerium verweigert konkrete Auskunft trotz Schweigepflichtentbindung

Auf Nachfrage, welche Maßnahmen genau ergriffen wurden, verweigerte das Ministerium jede konkrete Auskunft und berief sich auf Datenschutzgründe. Dies ist besonders fragwürdig, da die Eltern das MBJS ausdrücklich von der Schweigepflicht entbunden hatten. Somit wäre eine transparente Kommunikation durchaus möglich gewesen.

Die Familie hat inzwischen Klage eingereicht, ein Gerichtstermin ist für Juni angesetzt. Tina kann aktuell nur noch auf die Justiz hoffen, dass ihr dort Gerechtigkeit widerfährt. Der Fall wirft ein beunruhigendes Licht auf den Umgang von Bildungsinstitutionen mit schwer traumatisierten Schülerinnen und Schülern.

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