Seelandschule setzt mit Profi-L-Projekt neue Maßstäbe bei Praxistagen
Während Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel (CDU) verstärkt Praxistage für Sekundarschüler fordert, zeigt die Seelandschule in Nachterstedt bereits seit Jahren, wie praxisnahe Bildung erfolgreich umgesetzt werden kann. Als Modellschule geht sie mit ihrem selbstentwickelten Profi-L-Projekt sogar noch einen Schritt weiter und bietet Schülern intensive Einblicke in die Arbeitswelt.
Praxisnähe als gelebter Schulalltag
Die 16-jährige Lynn ist ein lebendiges Beispiel für den Erfolg dieses Konzepts. Statt im Klassenzimmer über Mathematikaufgaben zu brüten, deckt sie im griechischen Restaurant „Akropolis“ in Hoym professionell Tische ein. Seit fast einem Jahr absolviert sie dort regelmäßig Praxistage und hat gelernt, wo Servietten, Teller und Besteck perfekt platziert werden. Diese frühen Berufserfahrungen entsprechen genau den Zielen von Bildungsminister Riedel, der Sekundarschülern den Blick hinter die Kulissen der Arbeitswelt ermöglichen möchte.
Die Seelandschule hat diese Vision bereits zur Realität gemacht. Während andere Schulen noch über die Umsetzung diskutieren, leben die Nachterstedter Schülerinnen und Schüler Praxisnähe seit Jahren. Das Profi-L-Projekt wurde speziell entwickelt, um über die üblichen Praxistage hinauszugehen und den Schülern vertiefte Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu ermöglichen.
Digitale Weiterentwicklung und exklusive Einblicke
Die Schule setzt dabei auch auf digitale Unterstützung, um die Praxiserfahrungen optimal zu begleiten und zu dokumentieren. Dies entspricht dem modernen Bildungsansatz, der Theorie und Praxis miteinander verbindet. Die Erfolge des Projekts zeigen sich nicht nur in der Begeisterung der Schüler, sondern auch in der Anerkennung durch lokale Unternehmen.
Ein weiteres Beispiel ist der Besuch von Edeka-Chef Stefan Guba, der dem Schüler Finn erklärt, was der Strichcode auf den Waren bedeutet. Solche direkten Begegnungen mit Fachleuten aus der Wirtschaft sind fester Bestandteil des Profi-L-Konzepts und bereiten die Jugendlichen optimal auf ihren späteren Berufsweg vor.
Die Seelandschule beweist damit, dass praxisorientierte Bildung nicht nur gefordert, sondern auch erfolgreich umgesetzt werden kann. Während Bildungsminister Riedel seine Pläne für mehr Praxistage vorstellt, können die Seeländer beruhigt auf ihre bereits etablierten Strukturen blicken und diese kontinuierlich weiterentwickeln.



