Thüringer Schulen: Unterrichtsausfall leicht gesunken - Minister sieht Erfolg
Thüringen: Weniger Unterricht ausgefallen - Minister zufrieden

Thüringer Schulen verzeichnen Rückgang beim Unterrichtsausfall

In Thüringen ist der Anteil an ersatzlos ausgefallenem Unterricht an den Schulen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Dies geht aus aktuellen Erhebungen des Thüringer Bildungsministeriums hervor, die einen positiven Trend in der Unterrichtsversorgung belegen.

Statistische Entwicklung zeigt Verbesserung

Laut den offiziellen Zahlen fielen in einer Erhebungswoche im März 2026 insgesamt 9,1 Prozent des Unterrichts ersatzlos aus. Im Frühjahr des Vorjahres 2025 lag dieser Wert noch bei 11,0 Prozent und zeigt damit eine deutliche Verbesserung. Besonders erfreulich ist die Entwicklung an den berufsbildenden Schulen, wo der ersatzlose Ausfall von 9,9 Prozent auf 8,7 Prozent gesunken ist.

Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (CDU) bewertet diese Entwicklung als Erfolg seiner bildungspolitischen Maßnahmen. „Die Erhebung zeigt, dass die verbesserte und schnellere Einstellungspraxis sowie die optimierte Personalsteuerung Wirkung entfalten“, erklärte der Minister in einer offiziellen Mitteilung. Gleichzeitig betonte er: „Jede Unterrichtsstunde, die ausfällt, bleibt eine zu viel.“

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Stabile Entwicklung über das Schuljahr hinweg

Vergleicht man die aktuellen Zahlen mit der Herbsterhebung, bleibt der Unterrichtsausfall auf ähnlichem Niveau – damals lag der Wert bei 9,2 Prozent. Minister Tischner wertet dies als besonders positives Signal: „Der positive Trend bei der Unterrichtsversorgung war keine Momentaufnahme, sondern hat sich über das gesamte Schuljahr bestätigt.“ Dass der sonst übliche Anstieg zwischen Herbst und Frühjahr in diesem Jahr ausgeblieben sei, bezeichnete er als „ein sehr gutes Zeichen“.

Hintergrund: Anhaltender Lehrermangel in Thüringen

Thüringen kämpft seit Jahren mit einem strukturellen Lehrermangel, der besonders an Regelschulen im ländlichen Raum spürbar ist. Minister Tischner hat bereits mehrere Maßnahmen zur Gegensteuerung initiiert und vor kurzem weitere Anpassungen angekündigt. Im Zentrum der aktuellen Pläne steht eine Neuregelung der sogenannten Abminderungsstunden für Lehrkräfte.

Bisher erhielten Thüringer Lehrerinnen und Lehrer ab dem 55. Lebensjahr eine Altersabminderung um zwei Unterrichtsstunden pro Woche. Künftig soll diese Regelung erst ab dem 60. Lebensjahr greifen. Ab dem 63. Lebensjahr sind drei Abminderungsstunden vorgesehen, ab einem Alter von 66 Jahren dann vier Stunden. Diese geplanten Veränderungen haben bereits zu kontroversen Diskussionen geführt und wurden von Gewerkschaftsseite scharf kritisiert.

Ausblick und weitere Maßnahmen

Das Bildungsministerium plant, die begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung fortzusetzen und weiter zu optimieren. Neben der Personalsteuerung und Einstellungspraxis sollen auch weitere strukturelle Anpassungen dazu beitragen, den Lehrermangel langfristig zu bekämpfen und die Qualität der Bildung in Thüringen zu sichern.

Die Entwicklung wird weiterhin genau beobachtet, wobei das Ministerium betont, dass trotz der positiven Tendenz weitere Anstrengungen notwendig bleiben, um die Unterrichtsversorgung dauerhaft zu stabilisieren und zu verbessern.

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