Fast 200 Festnahmen nach mutmaßlichem IS-Anschlag auf israelisches Konsulat in Istanbul
Fast 200 Festnahmen nach IS-Anschlag auf Konsulat in Istanbul

Fast 200 Festnahmen nach mutmaßlichem IS-Anschlag auf israelisches Konsulat in Istanbul

Nach einem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat in Istanbul haben türkische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben fast 200 Verdächtige verhaftet. Die großangelegte Operation richtete sich gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS), wie Justizminister Akin Gürlek im Onlinedienst X mitteilte.

Zeitgleiche Operation in 34 Provinzen

Gürlek sprach von einer zeitgleichen Operation in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh – der arabischen Abkürzung für den IS. Die Zahl der Festgenommenen gab er mit 198 Personen an. Die Aktion folgte auf den Vorfall am Dienstag, bei dem mehrere Angreifer vor der diplomatischen Vertretung Israels im Geschäftsviertel Levent das Feuer auf Polizisten eröffneten.

Die Polizisten schossen zurück, wobei ein Angreifer getötet und zwei weitere verletzt wurden. Diese befinden sich nun unter den Festgenommenen. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Israelische Diplomaten befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in dem Gebäude, was möglicherweise Schlimmeres verhinderte.

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Hintergrund und frühere Anschläge

Bereits vor der offiziellen Bestätigung hatten türkische Medien berichtet, der getötete Angreifer habe Verbindungen zur IS-Miliz gehabt. Das israelische Außenministerium und der US-Botschafter in der Türkei gingen ebenfalls davon aus, dass ein gezielter Angriff auf das Konsulat geplant war.

Der Islamische Staat hat in den vergangenen Jahren wiederholt tödliche Anschläge in der Türkei verübt. Im Januar 2024 griffen zwei bewaffnete Männer eine katholische Kirche in Istanbul an und töteten einen Mann während der Sonntagsmesse. Bei einer Neujahrsfeier am 1. Januar 2017 kamen zudem 39 Menschen in einem Nachtklub in Istanbul ums Leben.

Die jüngsten Festnahmen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der türkischen Behörden im Kampf gegen den Terrorismus. Die Operation zeigt, wie ernst die Bedrohung durch den IS in der Region genommen wird, insbesondere im Hinblick auf ausländische diplomatische Vertretungen.

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