Die Geburtenzahl in Berlin hat einen neuen historischen Tiefstand erreicht. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, wurden im Jahr 2025 insgesamt 33.240 Geburten registriert – ein Rückgang um etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Einwohnerregisterstatistik.
Rückgang in allen Bezirken
Der Abwärtstrend zeigt sich in sämtlichen Berliner Bezirken. Besonders stark fiel der Rückgang in Reinickendorf, Pankow und Mitte aus. In Marzahn-Hellersdorf hingegen war der Rückgang vergleichsweise geringer. Die Zahlen verdeutlichen eine landesweite Entwicklung, die bereits seit einigen Jahren zu beobachten ist.
Geburtendefizit bleibt bestehen
Unverändert bleibt das sogenannte Geburtendefizit – das Verhältnis von Sterbefällen zu Geburten. Auch 2025 starben in Berlin mehr Menschen, als geboren wurden. Der Abstand lag erneut bei rund 4.600 Fällen und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Experten führen den Trend unter anderem auf gesellschaftliche Veränderungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und eine veränderte Familienplanung zurück.
Die Statistik zeigt, dass die Hauptstadt vor großen demografischen Herausforderungen steht. Während die Geburtenzahlen sinken, steigt die Lebenserwartung, was zu einer alternden Bevölkerung führt. Die Bezirke reagieren unterschiedlich auf diese Entwicklung, doch der allgemeine Trend ist eindeutig: Berlin bekommt immer weniger Babys.



