Volkssolidarität feiert Frauentag mit bewegenden Momenten in Güstrow
Mit Musik, Tanz und herzlichen Dankesworten hat die Volkssolidarität Region Rostock den Internationalen Frauentag nachgefeiert und dabei insbesondere jene Menschen gewürdigt, die im Alltag oft im Hintergrund wirken. Rund 260 Frauen und Männer folgten der Einladung in das „Studio Zwei“ in Güstrow, um gemeinsam einen unvergesslichen Nachmittag zu verbringen.
Ehrenamtliche als tragende Säulen der Gemeinschaft
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich ganzjährig für ältere Menschen engagieren und so wertvolle soziale Netzwerke knüpfen. Zwei herausragende Beispiele sind Gerda Krüger aus Güstrow und Isolde Gundlach aus Tarnow. Beide setzen sich mit großem Einsatz dafür ein, dass Seniorinnen und Senioren Gemeinschaft erleben können und nicht in die Einsamkeit abgleiten.
Gerda Krüger leitet seit stolzen 20 Jahren die Ortsgruppe Güstrow der Volkssolidarität. „Ich habe zwischendurch schon überlegt aufzuhören, aber wenn ich sehe, wie sich die Frauen über meine Organisation freuen, dann macht mich das selbst glücklich“, erklärt die 85-Jährige. Gemeinsam mit dem Vorstand plant sie das Jahresprogramm, das in diesem Jahr unter anderem eine Ausfahrt nach Dobbertin und ein stimmungsvolles Herbstfest vorsieht.
Als Krüger die Gruppe übernahm, zählte sie noch 70 Mitglieder – heute sind es 40. „Die Menschen sind einfach älter geworden, und der Nachwuchs bleibt aus“, bedauert sie. Besonders prägend war für sie die Zeit der Corona-Pandemie. „Damals durften wir uns nicht persönlich treffen, also bin ich von Haus zu Haus gegangen und habe jeder unserer Mitgliederinnen eine Rose überreicht“, erinnert sie sich bewegend.
Engagement für ältere Menschen in Tarnow
Isolde Gundlach engagiert sich seit drei Jahren als Leiterin der Volkssolidaritäts-Gruppe in Tarnow. „Mir war es besonders wichtig, dass für die älteren Menschen in unserer Gemeinde etwas getan wird“, schildert sie ihre Motivation. Einmal monatlich organisiert sie ein Treffen im örtlichen Gemeindehaus, bei dem sich regelmäßig 20 bis 30 Personen zum Feiern, Singen und Austauschen zusammenfinden.
Ende März erwartet die Gruppe einen Vertreter des Ambulanten Hospizes, der über seine wichtige Arbeit berichten wird. „Es bereitet mir immer große Freude, wenn wir einen schönen Nachmittag miteinander verbringen können“, so Gundlach. Neben ihrer Leitungsfunktion kümmert sie sich auch um die Finanzen der Gruppe und betont: „Wir sind ein wirklich gutes Team“.
Ein unvergesslicher Tanz mit Oma Rosi
Das Frauentagstreffen in Güstrow bot denjenigen eine besondere Auszeit, die sonst stets für andere da sind. Neben Kaffee und Kuchen erhielten alle Gäste eine Rose von Nico Conrad, dem hauptamtlichen Vorstand des Landesverbandes der Volkssolidarität. Für die musikalische Unterhaltung sorgten ein Sänger und DJ Mario.
Der absolute Höhepunkt des Nachmittags war jedoch ein Moment auf der Tanzfläche: DJ Mario forderte Rosemarie Schmidt, besser bekannt als „Oma Rosi“, zu einem Tanz auf – passend zum Lied „Ich liebe das Leben“. Das Besondere daran: Rosemarie Schmidt ist ganze 99 Jahre alt und begeisterte mit ihrer Lebensfreude alle Anwesenden.
Solche gemeinsamen Erlebnisse sind es, die die Mitglieder der Volkssolidarität besonders verbinden. Für Gerda Krüger steht deshalb fest: „Ich mache weiter, denn es bereitet mir einfach zu viel Freude“. Die Veranstaltung in Güstrow hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist – und dass die Liebe zum Leben in jedem Alter auf der Tanzfläche gefeiert werden kann.



