Bundesfreiwilligendienst in Bernburg: Stabile Zahlen trotz Landestrend
Während in vielen Regionen Deutschlands die Zahl der Bundesfreiwilligen rückläufig ist, hält Bernburg einen bemerkenswerten Gegenkurs. In der städtischen Kita „Marienkäfer“ am Buschweg sind Freiwillige wie Emely Lütze und Nataliia Pustova längst zu einer unverzichtbaren Stütze im pädagogischen Alltag geworden. Ihre konstante Präsenz widerlegt den allgemeinen Trend und unterstreicht die Bedeutung des Engagements vor Ort.
Feste Stützen im Kita-Alltag
Emely Lütze, 18 Jahre alt, leistet seit August 2025 ihren Bundesfreiwilligendienst in der Einrichtung. „Ich wollte einfach mal schauen, wie es in einer Kita wirklich zugeht“, erklärt die junge Frau. Ihr Einsatz konzentriert sich derzeit auf die Gruppe der Vierjährigen, die sie durch den täglichen Ablauf begleitet. Ob beim gemeinsamen Spiel mit Magnetbausteinen, bei denen die Kinder eifrig Häuser in verschiedenen Größen und Formen konstruieren, oder bei anderen Aktivitäten – Lütze ist stets zur Stelle, um zu unterstützen, wo es nötig ist.
Nataliia Pustova, ebenfalls als Bundesfreiwillige tätig, ergänzt das Team. Zusammen entlasten sie die festangestellten Erzieher und bereichern das Betreuungsangebot durch ihre frischen Ideen und ihre zusätzliche Aufmerksamkeit für die Kinder. Diese kontinuierliche Unterstützung hat sich in der Kita „Marienkäfer“ als wertvoll erwiesen und trägt maßgeblich zur Qualität der pädagogischen Arbeit bei.
Konstante Zahlen entgegen dem Landestrend
Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen, die mit sinkenden Freiwilligenzahlen kämpfen, verzeichnet Bernburg seit Jahren eine stabile Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst. Diese Beständigkeit ist besonders in sozialen Einrichtungen wie Kitas spürbar, wo der Bedarf an zusätzlichen Händen hoch ist. Die Freiwilligen werden hier in vielfältigen Bereichen eingesetzt: von der direkten Kinderbetreuung über administrative Aufgaben bis hin zur Organisation von Freizeitaktivitäten.
Die positive Entwicklung in Bernburg lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den Einrichtungen sorgt für eine reibungslose Integration der Freiwilligen. Zudem wird der Dienst als sinnvolle Orientierungsphase für junge Menschen wahrgenommen, die erste Berufserfahrungen sammeln möchten. Dies zeigt sich auch am Beispiel von Emely Lütze, die durch ihren Einsatz wertvolle Einblicke in den Erzieherberuf gewinnt.
Ausblick und Bedeutung
Die Erfahrungen in der Kita „Marienkäfer“ demonstrieren, wie wichtig der Bundesfreiwilligendienst für den sozialen Sektor ist. Ohne das Engagement von Menschen wie Lütze und Pustova wären viele Einrichtungen personell überlastet. Die konstante Zahl der Freiwilligen in Bernburg ist daher ein ermutigendes Signal, das andere Kommunen zum Nachahmen anregen könnte.
Insgesamt unterstreicht die Situation in Bernburg, dass der Bundesfreiwilligendienst trotz landesweiter Herausforderungen weiterhin eine tragende Säule in der Kinderbetreuung und anderen sozialen Bereichen bleiben kann. Mit einer stabilen Basis und einer klaren Aufgabenteilung profitieren sowohl die Freiwilligen als auch die Einrichtungen von diesem Modell.



