Güstrower Schüler laufen gegen Hunger: Spendenlauf der Freien Schule für Kambodscha
Güstrower Schüler laufen für Spenden gegen Hunger in Kambodscha

Güstrower Schüler setzen sportliches Zeichen gegen weltweiten Hunger

Am Donnerstag, dem 19. März 2026, herrschte auf dem Gelände der Freien Schule Güstrow eine besondere Atmosphäre. Von 12 bis 13 Uhr liefen 75 motivierte Fünf- und Sechstklässler, unterstützt von älteren Schülern, unermüdlich Runden für einen noblen Zweck. Der Spendenlauf richtete sich gegen die akute Mangelernährung von Kindern in Kambodscha und fand im Rahmen der BNE-Werkstattwochen der Schule statt.

Initiative 'Schulen gegen Hunger' als treibende Kraft

Lehrer Tobias Freye, der die Veranstaltung organisierte, erklärte den Hintergrund: „Der Spendenlauf gehört zum Projekt 'Schulen gegen Hunger' und ist Teil unserer Bildung für nachhaltige Entwicklung.“ In der Vorwoche hatten Mitarbeiter der Initiative die Schüler intensiv über Ursachen, Verbreitung und Behandlung von Mangelernährung aufgeklärt. Besonders beeindruckt zeigten sich die Kinder von der Tatsache, dass bereits ein Euro ausreicht, um ein Kind in Kambodscha einen ganzen Tag lang zu ernähren.

Die Schüler hatten sich im Vorfeld eigenständig um Sponsoren bemüht. „Sie sind losgegangen und haben beispielsweise in Güstrower Geschäften gefragt oder ihre Eltern um Tipps gebeten“, berichtete Tobias Freye. Zu den Unterstützern zählte unter anderem die Firma Metallbau Lührmann aus Laage. Die Spendenmodelle variierten: Einige Sponsoren zahlten pro gelaufener Runde, andere eine pauschale Summe für den gesamten Lauf.

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Jahrgangsübergreifende Stammgruppen im Einsatz

An der Freien Schule Güstrow lernen die Kinder in jahrgangsübergreifenden Stammgruppen. Beim Spendenlauf traten vier dieser Gruppen an: die Falken, Murmeltiere, Robben und Füchse. Mia, eine Schülerin der Falkengruppe, erzählte während einer kurzen Pause: „Ich bekomme fünf Euro von meiner Mama für den ganzen Lauf. Ich renne eigentlich ganz gern, aber ich bekomme irgendwann nicht mehr so gut Luft.“ Dennoch lief sie tapfer weiter, ebenso wie ihre Mitschüler.

Die Aufklärung durch 'Schulen gegen Hunger' hinterließ bei den Schülern bleibende Eindrücke. Tobias Freye schilderte: „Die Schüler fragten, wie festgestellt wird, ob jemand mangelernährt sei. Das passiert durch Oberarmmessungen. Und der Durchmesser, den sie für unterernährte Kinder in Kambodscha gezeigt haben, war unvorstellbar klein.“ Diese konkreten Bilder und die Erkenntnis, dass eine vollwertige Mahlzeit in Kambodscha nur etwa 35 Cent kostet, motivierten die Kinder zusätzlich.

Ergebnis steht in zwei Wochen fest

Wie viel Geld durch den engagierten Einsatz der 75 Schülerinnen und Schüler zusammenkam, wird erst in etwa zwei Wochen bekannt gegeben. Die Organisatoren müssen zunächst alle Spenden einsammeln und dokumentieren. Sicher ist jedoch, dass die Aktion nicht nur finanzielle Unterstützung für bedürftige Kinder in Kambodscha generiert, sondern auch das Bewusstsein der Güstrower Schüler für globale Ungerechtigkeiten und nachhaltiges Handeln geschärft hat.

Dieser Spendenlauf markiert nach Angaben von Tobias Freye die erste derartige Veranstaltung an der Freien Schule Güstrow. Angesichts der positiven Resonanz und des Engagements aller Beteiligten könnte sie jedoch nicht die letzte bleiben. Die Schule demonstriert mit dieser Aktion eindrucksvoll, wie sportlicher Einsatz und soziales Engagement Hand in Hand gehen können.

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