Angermünde startet CSD-Saison in Brandenburg mit starkem Zeichen für Vielfalt
Angermünde startet CSD-Saison in Brandenburg für Vielfalt

Angermünde startet CSD-Saison in Brandenburg mit starkem Zeichen für Vielfalt

Regenbogenfahnen, bunte Banner und klare Botschaften: In Angermünde hat die Saison der Christopher Street Days in Brandenburg ihren Auftakt gefunden. Die Veranstaltung setzt ein deutliches Zeichen gegen Hass und für Vielfalt im ländlichen Raum des Bundeslandes. Unter dem Motto „Liebe ist ein Menschenrecht“ zogen rund 100 Menschen durch die Straßen der Stadt.

Friedlicher Protest für queere Rechte

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren geschminkt und verkleidet, viele trugen Regenbogenflaggen als Symbol der LGBTQIA+-Community. Auf den mitgeführten Bannern waren Slogans wie „Love is Love - Happy Pride“ oder „Kein Bock auf Nazis“ zu lesen, begleitet von symbolischen Faust-Motiven. Nach Angaben des Polizei-Lagedienstes verlief der Zug am frühen Nachmittag vollkommen friedlich und ohne Zwischenfälle.

Erster CSD des Jahres in Deutschland

Die Veranstalter bezeichnen den CSD in Angermünde als den ersten dieser Art in diesem Jahr deutschlandweit. „Damit setzt die Region ein frühes Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und queeres Leben“, erklärten sie auf Facebook. Ihr Motto lautete „Bunt ist stärker als Hass“. Sie betonen, dass Pride-Veranstaltungen nicht nur in großen Metropolen stattfinden, sondern auch im ländlichen Brandenburg eine wichtige Rolle spielen.

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Erinnerung an queere Rechte und kommende Veranstaltungen

Der Christopher Street Day dient der Erinnerung an die Rechte queerer Menschen. Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Personen oder Menschen, die sich nicht mit traditionellen Geschlechterrollen oder gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Bis September sind in Brandenburg mehr als ein Dutzend weitere CSDs geplant, der nächste findet in zwei Wochen in Schwedt in der Uckermark statt. Die größeren Paraden in Deutschland beginnen traditionell in den Sommermonaten.

In der Vergangenheit gab es deutschlandweit immer wieder Gegendemonstrationen und Störversuche aus der rechten Szene gegen CSD-Veranstaltungen. Die friedliche Durchführung in Angermünde unterstreicht jedoch die wachsende Akzeptanz und den Willen zur Sichtbarkeit der queeren Community auch in kleineren Städten.

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