Massendemo in Berlin gegen sexualisierte Gewalt im Internet
Am Sonntagnachmittag versammelten sich mehr als 6000 Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin, um ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt im digitalen Raum zu setzen. Die Demonstration wurde von dem Bündnis „Feminist Fight Club!“ initiiert und fand breite Unterstützung in der Bevölkerung sowie unter Prominenten.
Collien Fernandes zeigt sich tief bewegt
Die Moderatorin Collien Fernandes (44), die aktuell für Dreharbeiten zu „Das Traumschiff“ in Vietnam weilt, konnte selbst nicht vor Ort sein. Auf BILD-Anfrage äußerte sie sich jedoch emotional zur Berliner Demonstration: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, so überwältigt bin ich. Seit Jahren kämpfe ich für einen besseren Schutz vor digitaler Gewalt.“
Fernandes hatte in der Vergangenheit schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) erhoben, darunter Identitätsdiebstahl, Körperverletzung, schwere Bedrohung und psychische Gewalt. Sie behauptet, dass hinter der Verbreitung gefälschter pornografischer Fotos und Videos über Fake-Profile im Internet ihr Exmann stecke.
Jahrelanger Kampf und öffentliche Unterstützung
Die Moderatorin betonte: „Ich hatte Phasen, in denen ich keine Kraft mehr hatte. Doch nun stehen all diese Menschen an meiner Seite und wir kämpfen diesen Kampf gemeinsam. Das bedeutet mir wirklich unendlich viel!“ Sie richtete ihren Dank explizit an jeden Einzelnen, der an der Demonstration teilgenommen hatte.
Die Ehe zwischen Ulmen und Fernandes begann 2011, 2012 kam ihre gemeinsame Tochter zur Welt. 2023 zog die Familie nach Spanien, bevor sie im September 2025 ihre Trennung öffentlich machten. Zu den aktuellen Vorwürfen äußerte sich weder Fernandes noch Ulmen persönlich auf BILD-Anfrage.
Rechtliche Auseinandersetzungen im Hintergrund
Ulmens Anwalt sandte ein Informationsschreiben, in dem es heißt: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig.“ Es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Weitere Demonstration in Hamburg geplant
Am Donnerstag, den 26. März, ist in Hamburg eine weitere Demonstration gegen sexualisierte Gewalt angesetzt. Zu den Unterstützerinnen zählt die Klimaaktivistin Luisa Neubauer (29), die um 17.30 Uhr am Hamburger Rathausmarkt für die Opfer sexualisierter Gewalt auf die Straße gehen wird. Die Berliner Veranstaltung hat somit bereits eine Fortsetzung gefunden und unterstreicht die anhaltende gesellschaftliche Relevanz des Themas.
Die überwältigende Teilnehmerzahl in Berlin zeigt, dass das Problem der digitalen Gewalt viele Menschen bewegt und zu solidarischem Handeln motiviert. Die öffentliche Debatte wird durch solche Demonstrationen weiter angeheizt und fordert konsequente Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen.



