Feministisches Schweigen bei migrantischer Gewalt: Warum schweigen Feministinnen in Berliner Vergewaltigungsfall?
Feministisches Schweigen bei migrantischer Gewalt in Berlin

Feministisches Schweigen bei migrantischer Gewalt: Warum schweigen Feministinnen in Berliner Vergewaltigungsfall?

Ein mutmaßlicher Vergewaltigungsfall in einem Berliner Jugendzentrum wirft erneut brisante Fragen auf. Warum fällt es vielen offenbar so schwer, offen über sexualisierte Gewalt zu sprechen, wenn die Täter migrantische Wurzeln haben? Der zeitgenössische Feminismus scheint hier an seine Grenzen zu stoßen.

Ein Fall aus Berlin-Neukölln

In Berlin-Neukölln erlebte ein 16-jähriges türkisch-kurdisches Mädchen ein Martyrium. Sie wurde in einem Jugendzentrum vergewaltigt, der mutmaßliche Täter ist ein arabischstämmiger Teenager. Wochenlang schwieg das Mädchen aus Angst und Scham, bis neun der migrantischen Jungs sie erneut mit böser Absicht in einen Raum schleppten. Eine Mitarbeiterin bemerkte glücklicherweise die Situation, doch dann geschah das eigentlich Unfassbare: Nichts.

Weder die Einrichtung noch das Jugendamt informierten die Polizei. Der Fall wurde nur deshalb öffentlich, weil das Mädchen sich außerhalb Hilfe suchte und mit einer Polizistin sprach. Es steht der Verdacht im Raum, dass die Verantwortlichen die Taten vertuschen wollten, um die muslimischen Täter nicht zu stigmatisieren.

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Das Versagen des Feminismus

Kaum ein Thema ist so vermint wie sexualisierte Gewalt von Tätern mit Migrationshintergrund. Selbst wer behutsam anmerkt, dass man dort genau hinschauen müsste – auf das Frauenbild zugewanderter Migranten, auf Rollenbilder in schlecht integrierten Familien und auf entsprechende Auffälligkeiten in der Kriminalstatistik – sieht sich meist schnell mit dem Vorwurf des Rassismus konfrontiert.

Im linken Spektrum hat der Antirassismus heute oberste Priorität. Antirassistisch, queerfeministisch, maximal inklusiv – das ist der zeitgenössische Feminismus. Frauen müssen Rücksicht nehmen und darauf achten, ja nicht mit den Interessen anderer Gruppen zu kollidieren. Wer die „falschen“ Täter anklagt, bekommt Ärger mit der eigenen Szene.

Die Prioritäten des zeitgenössischen Feminismus

Bei Demonstrationen zum internationalen Frauentag in Berlin stand auf Plakaten: „Kampf gegen Faschismus, Rassismus, Antifeminismus und Diskriminierung“. Die Reihenfolge ist kein Zufall. Frauenrechte müssen hinten anstellen, wenn sie mit anderen Interessen kollidieren könnten.

Dieses Denkmuster zeigt sich auch in der Reaktion auf Gregor Gysis Äußerungen zur Linkspartei. Als er auf den wachsenden Antisemitismus in seiner Partei hinwies und sagte, mit mehr Mitgliedern mit Migrationshintergrund kämen auch problematische Sichtweisen, wurde er von der Migrantischen Arbeitsgruppe der Linken scharf kritisiert. Man warf ihm vor, „migrantisierte Mitglieder“ zu pauschalieren und rassistische Narrative zu reproduzieren.

Die Konsequenzen des Schweigens

Was eine solche Antirassismus-Weiterbildung wohl an Denkmustern vermittelt? Im Extremfall endet es wie in Neukölln: Passiert etwas Unschönes, hält man lieber den Ball flach. Geht gar nicht erst zur Polizei. Damit die schöne bunte Fassade ja nicht von der Realität beschädigt wird.

Der Fall zeigt deutlich: Wenn Schweigen bequemer ist als Hinschauen, leiden die Opfer. Der Feminismus darf nicht selektiv sein – er muss für alle Frauen eintreten, unabhängig vom Hintergrund der Täter. Nur so kann er seiner eigentlichen Aufgabe gerecht werden.

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