Ministerin Bernhardt: „Der Frauentag bleibt unverzichtbar für wahre Gleichstellung“
Die Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt und die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung, Monique Tannhäuser, haben sich zum Internationalen Frauentag mit deutlichen Worten zu Wort gemeldet. In einer gemeinsamen Pressemitteilung erinnern sie daran, dass dieser Tag ein wichtiger Aufruf an Frauen und Männer gleichermaßen sei, gemeinsam für Respekt, Gerechtigkeit und echte Chancengleichheit einzutreten.
Unterschiedliche Alltage von Frauen und Männern
Bernhardt betont mit Nachdruck, dass Frauen in Mecklenburg-Vorpommern noch immer einen deutlich anderen Alltag erleben als Männer. „Bei Lohn, Chancen und Teilhabe gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede“, so die Ministerin. Ob im Handwerk oder als Unternehmerinnen – Frauen prägen das Bundesland zwar maßgeblich, doch bei der tatsächlichen Gleichstellung bestehe laut Bernhardt weiterhin großer Nachholbedarf.
Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm als Meilenstein
In der kommenden Woche wollen die beiden Politikerinnen ein gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm vorstellen, das Bernhardt bereits jetzt als „Meilenstein“ bezeichnet. Dieses Programm soll konkrete Maßnahmen enthalten, um die Situation von Frauen in Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig zu verbessern. „Bis es wahre Gleichstellung gibt, bleibt der Frauentag unverzichtbar“, unterstreicht die Ministerin die anhaltende Bedeutung des Aktionstages.
Podcast „Macherinnen“ feiert Jubiläum
Passend zum Frauentag feiert Jacqueline Bernhardt zudem das Jubiläum ihres Podcasts „Macherinnen“. In diesem stellt sie regelmäßig Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern vor, die in verschiedenen Bereichen Herausragendes leisten. In der neuesten Folge spricht sie mit der Digitalisierungsbotschafterin des Bundeslandes, Sophia Frederike Hammer. Das Gespräch dreht sich insbesondere um Frauen als Unternehmerinnen und die spezifischen Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen.
Frauen im Handwerk: Erfolge und Herausforderungen
Auch die Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern melden sich zum Frauentag zu Wort und betonen die unverzichtbare Rolle von Mädchen und Frauen in vielen handwerklichen Bereichen. Ein beeindruckendes Beispiel: Bei den Landeswettbewerben der Deutschen Meisterschaft im Handwerk gehörten im vergangenen Jahr zehn Gesellinnen zu den 33 Landessiegern.
Mit einem Frauenanteil von 26,6 Prozent liegt Mecklenburg-Vorpommern über dem Bundesdurchschnitt. Dennoch zeigen die Ausbildungszahlen, dass hier noch Luft nach oben ist. Damit Frauen langfristig erfolgreich im Handwerk arbeiten können, sind nach Ansicht der Experten mehrere zentrale Voraussetzungen notwendig:
- Eine wertschätzende Arbeitskultur, die Frauen gleiche Chancen einräumt
- Faire Arbeitsmodelle, die flexible und gerechte Bedingungen schaffen
- Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um Doppelbelastungen zu reduzieren
Die Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt fasst zusammen: „Der Weg zur tatsächlichen Gleichstellung ist noch lang, aber mit Initiativen wie unserem Rahmenprogramm und der Sichtbarmachung von starken Frauen im Podcast ‚Macherinnen‘ gehen wir wichtige Schritte in die richtige Richtung.“



