US-Bürgerrechtler Jesse Jackson im Alter von 84 Jahren verstorben
Jesse Jackson: Bürgerrechtler und Politiker gestorben

Eine Stimme für Gleichberechtigung verstummt: Jesse Jackson gestorben

Der bedeutende US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Wie die von ihm gegründete Stiftung Rainbow Push Coalition in einem offiziellen Statement mitteilte, starb Jackson am Dienstagmorgen friedlich im Kreise seiner Familie. Damit verstummt eine der bekanntesten schwarzen Stimmen in den Vereinigten Staaten, deren Engagement über Jahrzehnte hinweg die amerikanische Gesellschaft maßgeblich prägte.

Ein Leben im Dienst der Gerechtigkeit

Jesse Jackson, der in den 1960er Jahren an der Seite des legendären Martin Luther King für Gleichberechtigung und Menschenrechte kämpfte, hinterlässt ein beeindruckendes Vermächtnis. „Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen“, heißt es in der offiziellen Erklärung der Familie. Jackson wurde nicht müde, sich für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt einzusetzen.

Der 1941 in Greenville, South Carolina, als Jesse Louis Burns geborene Aktivist nahm später den Nachnamen seines Stiefvaters Charles Jackson an. Während seines Theologiestudiums in Chicago begann seine Mitarbeit in der Southern Christian Leadership Conference unter der Führung von Martin Luther King. Jackson befand sich an der Seite Kings in Memphis, als dieser 1968 ermordet wurde – ein Ereignis, das sein weiteres Engagement nachhaltig beeinflusste.

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Politische Ambitionen und gesellschaftlicher Einfluss

Über Jahrzehnte hinweg zählte Jesse Jackson zu den prominentesten Bürgerrechtlern der USA. Weltweite Schlagzeilen machte er mit seinen Bewerbungen um die Präsidentschaftskandidatur der demokratischen Partei, wodurch er zu einem der bekanntesten afroamerikanischen Politiker aufstieg. Bereits in den 1970er Jahren zählte das Magazin „Ebony“ ihn zu den hundert einflussreichsten schwarzen Amerikanern.

Jackson gründete nach Kings Tod eigene Organisationen, die 1996 in der „Rainbow Push Coalition“ aufgingen – eine Initiative, die sich nach eigenem Bekunden „für sozialen Wandel“ engagiert. Der Baptistenpfarrer verband dabei stets politisches Engagement mit geistlicher Führung.

Persönliches Leben und gesundheitliche Herausforderungen

Im Jahr 1963 heiratete Jackson seine College-Liebe Jacqueline Lavinia Brown, mit der er fünf Kinder hatte. Um seine Gesundheit stand es in den letzten Jahren nicht besonders gut: 2017 teilte er öffentlich mit, an Parkinson erkrankt zu sein. Während der Coronavirus-Pandemie mussten er und seine Ehefrau nach einer Infektion im August 2021 im Krankenhaus behandelt werden.

Die Rainbow Push Coalition würdigte Jackson in ihrem Statement als „dienenden Anführer – nicht nur für unsere Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt“. Sein Vermächtnis als Kämpfer für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit wird über seinen Tod hinaus fortbestehen.

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