Landfrauen übergeben selbstgestrickte Decken beim Frauenfilmtag in Waren als Zeichen gegen Gewalt
Landfrauen übergeben Decken beim Frauenfilmtag gegen Gewalt

Landfrauen zeigen beim Frauenfilmtag in Waren Solidarität mit gewaltbetroffenen Frauen

Der traditionelle Frauenfilmtag anlässlich des Internationalen Frauentags hat im CineStar in Waren an der Müritz erneut zahlreiche Besucherinnen zusammengeführt. Organisiert wurde die bedeutende Veranstaltung von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Waren, Stefanie Schabbel, in enger Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsforum Müritz und dem CineStar. Im Mittelpunkt des Abends stand eine bewegende Übergabe: Die Jabeler Landfrauen überreichten mehrere selbstgefertigte Decken aus ihrem Projekt „Mit Nadel und Faden gegen das Schweigen“ an die Gleichstellungsbeauftragte.

Handarbeit als Symbol der Solidarität und des Mitgefühls

Insgesamt sind bei den regelmäßigen Treffen der engagierten Landfrauen 15 liebevoll gehäkelte und gestrickte Decken entstanden, die nun ihre Bestimmung finden. Stefanie Schabbel koordiniert die Weitergabe dieser besonderen Textilien an Frauenschutzhäuser in der Region. Bereits zuvor wurden einige der Decken an das DRK-Hospiz in Waren sowie an die Tagespflege „Pflegeprinz“ in Grabowhöfe übergeben, wo sie Trost und Wärme spenden.

Marika Kurz, die Vorsitzende der Jabeler Landfrauen, bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz. „Diese Decken sind weit mehr als nur Handarbeit – sie sind ein kraftvolles Zeichen von Mitgefühl und Solidarität mit Frauen, die Gewalt erfahren haben“, betonte sie emotional während der Übergabe. Jede Masche symbolisiere die Verbundenheit und den Willen, das Schweigen zu brechen.

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Politische Unterstützung und zukünftige Pläne

Die Landtagsabgeordnete Elke Annette Schmidt von den Linken würdigte die Initiative der Landfrauen ausdrücklich und verwies auf wichtige politische Entwicklungen. „Aus den Investitionsmitteln des Bundes, die auf die Länder verteilt werden, fließen auch Gelder in Frauenhäuser, damit diese besser ausgestattet werden können“, erklärte sie. Zudem werde intensiv am Beratungs- und Hilfenetz gearbeitet, um den gestiegenen Anforderungen besser gerecht zu werden. Ihre Worte fanden großen Anklang und wurden mit herzlichem Applaus bedacht.

Gabriela Jahn, Sprecherin der Landfrauen, kündigte an, dass möglicherweise bald ein ähnliches Folgeprojekt initiiert werden könnte. Gleichzeitig betonte sie mit Nachdruck: „Wir Landfrauen sind weit mehr als nur Kuchenbäckerinnen und Handarbeiterinnen. Wir engagieren uns aktiv und politisch, um die rechtlichen Interessen von Frauen im ländlichen Raum konsequent zu vertreten“. Dieses Selbstverständnis unterstreicht die vielschichtige Rolle der Landfrauen in der Gesellschaft.

Langjähriges Engagement für Gleichstellung in der Region

Das Gleichstellungsforum Müritz, das die Veranstaltung mitorganisierte, ist ein etabliertes Netzwerk engagierter Menschen, das sich seit über zehn Jahren für Gleichstellungsthemen in Waren und Umgebung einsetzt. Landesweit vernetzt, arbeitet das Forum kontinuierlich daran, gleichstellungspolitische Anliegen sichtbarer zu machen und nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

Mit einem optimistischen Blick auf das Jahr 2026 formulierte Gleichstellungsbeauftragte Stefanie Schabbel einen visionären Wunsch: „Wir wünschen uns eine Welt, in der Gleichstellung nicht mehr mühsam erkämpft werden muss, sondern selbstverständlich ist – eine Welt, in der alle Menschen gleiche Chancen, denselben Respekt und die gleiche Anerkennung erfahren“. Die Decken der Landfrauen sind ein wärmendes Symbol auf diesem Weg.

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