Seit März ist Julia Trebs die neue Gleichstellungsbeauftragte für Hohenmölsen. Die 35-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, Gleichstellung in der Stadt konsequent einzufordern und scheut dabei keine Konflikte. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt sie, wo sie den größten Handlungsbedarf sieht und ob es Vorbehalte gegenüber ihrer neuen Rolle gibt.
Studie als Weckruf
„Eine aktuelle Studie hat mich wirklich erschreckt“, sagt Trebs. Die Untersuchung zeige, dass die Gleichstellung in vielen Bereichen noch immer nicht erreicht sei. „Wir müssen dringend handeln, besonders in der Arbeitswelt und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Trebs will Missstände klar benennen und bestehende Strukturen aufbrechen.
Erste Ziele und Herausforderungen
Zu ihren ersten Aufgaben gehört die Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in Hohenmölsen. „Ich möchte mit verschiedenen Gruppen ins Gespräch kommen, um zu hören, wo der Schuh drückt.“ Langfristig plant sie konkrete Maßnahmen, etwa in der kommunalen Verwaltung und in Betrieben. „Es geht nicht nur um Frauenförderung, sondern um echte Gleichstellung aller Geschlechter.“
Auf die Frage nach Vorbehalten antwortet Trebs: „Natürlich gibt es Skepsis, aber ich bin bereit, für meine Überzeugungen einzustehen. Konflikte gehören dazu, wenn man etwas bewegen will.“ Sie betont, dass sie auf Dialog und Zusammenarbeit setzt, aber auch klare Kante zeigen wird, wenn nötig.
Unterstützung aus der Stadtverwaltung
Die Stadtverwaltung Hohenmölsen unterstützt die neue Beauftragte. Bürgermeisterin Haase erklärte: „Wir freuen uns, dass Julia Trebs diese wichtige Aufgabe übernommen hat. Gleichstellung ist ein zentrales Thema für unsere Stadtentwicklung.“ Trebs ist zuversichtlich: „Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.“



