Feministischer Kampf gegen digitale Gewalt: Promi-Allianz demonstriert in Berlin
Promi-Allianz demonstriert gegen digitale Gewalt an Frauen

Berliner Demonstration gegen digitale Gewalt an Frauen

Es war eine beeindruckende Machtdemonstration der Solidarität und des gemeinsamen Kampfes. Rund 6000 Menschen versammelten sich am 22. März 2026 in Berlin, um ein deutliches Zeichen gegen digitale Gewalt zu setzen, die insbesondere Frauen betrifft. Die Demonstration markierte den Auftakt einer neuen, politischen Bewegung, die sich entschlossen gegen geschlechtsspezifische Gewalt im digitalen Raum positioniert.

Prominente Allianz aus Politik und Showbusiness

Im Zentrum der Veranstaltung stand eine bemerkenswerte Allianz starker Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Grünen-Chefin Franziska Brantner (46), die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang (32), Klimaaktivistin Luisa Neubauer (29) und Regisseurin Laura Fischer standen Seite an Seite unter dem Brandenburger Tor. Die Demonstration war als Reaktion auf die schwerwiegenden Vorwürfe von Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) organisiert worden, die Identitätsdiebstahl, Körperverletzung und psychische Gewalt umfassen.

Feminist Fight Club als organisierende Kraft

Hinter der Berliner Demonstration steht das erst am Freitag zuvor gegründete Bündnis „Feminist Fight Club!“. Bereits für den kommenden Donnerstag hat eine SPD-Politikerin eine weitere Großdemonstration in Hamburg angekündigt, was die überregionale Ausrichtung der Bewegung unterstreicht. Die Organisatorinnen betonen, dass es sich nicht um eine einmalige Aktion handelt, sondern um den Beginn einer nachhaltigen Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

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Überwältigende Solidarität in sozialen Medien

Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Vorwürfe durch „Der Spiegel“ bekundeten zahlreiche prominente Frauen auf Instagram ihre Unterstützung für Collien Fernandes. Die Moderatorin Johanna Klum (45) setzte ein starkes visuelles Zeichen, während Schauspielerin Xenia Seeberg (58) die Demonstration dem roten Teppich vorzog. In ihren Beiträgen betonten die Frauen:

  • Ricarda Lang: „Danke für deinen Mut. Du zeigst damit ganz vielen Betroffenen, dass sie nicht allein mit diesen Erfahrungen sind.“
  • Luisa Neubauer: „Den größten Dank im Namen von so vielen von uns.“
  • Rebecca Mir (34): „Ich finde es unglaublich mutig und bewundernswert, dass du den Schritt gehst und damit an die Öffentlichkeit gehst.“

Emotionale Reden und klare Botschaften

Während der Demonstration ergriffen mehrere Rednerinnen das Wort, um ihre Positionen deutlich zu machen. Moderatorin Mareille Höppner (48) zeigte sich „dankbar für so viele starke Stimmen“. Besonders eindringlich war die Rede von Ex-GNTM-Schönheit und Schauspielerin Marie Nasemann (37), die gemeinsam mit Regisseurin Laura Fischer für Frauenrechte kämpfte: „Wir bleiben wütend. Und ich sehe es nicht ein, dass wir uns auch nur noch einmal dafür rechtfertigen müssen, wütend zu sein. Lasst uns anfangen, diese Gewalttaten als das zu benennen, was sie sind. Ein krankes System, das Männer schützt und Frauen schutzlos ausliefert.“

Politische Unterstützung über Parteigrenzen hinweg

Die Demonstration zeigte auch, dass das Thema digitale Gewalt an Frauen parteiübergreifende Bedeutung hat. Neben den Grünen-Politikerinnen waren auch Lisa Paus (57, Grüne) und Saskia Esken (64, SPD) vor Ort und demonstrierten gemeinsam ihre Entschlossenheit. Ursprünglich waren nur 500 Teilnehmer erwartet worden, doch die tatsächliche Zahl übertraf alle Erwartungen und unterstrich die gesellschaftliche Relevanz des Themas.

Die Berliner Veranstaltung markiert einen wichtigen Moment in der deutschen Frauenrechtsbewegung. Sie zeigt, wie digitale Gewalt zunehmend als ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem erkannt wird und wie verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammenfinden, um dagegen vorzugehen. Die geplante Demonstration in Hamburg deutet darauf hin, dass diese Bewegung weiter an Dynamik gewinnen wird.

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