Solidaritätswelle für Collien Fernandes: Bundesweite Demos gegen sexualisierte Gewalt
Solidaritätsdemos für Collien Fernandes in vielen Städten

Solidaritätswelle rollt durch Deutschland: Bundesweite Proteste für Collien Fernandes

Die Solidaritätsbewegung für Collien Fernandes hat sich innerhalb weniger Tage zu einer bundesweiten Protestwelle ausgeweitet. Nach den ersten Demonstrationen in Berlin und Hannover gehen am Donnerstag in zahlreichen deutschen Städten Menschen gegen sexualisierte Gewalt auf die Straße.

Hamburg mit größter geplanter Demonstration

Am Rathausmarkt in Hamburg findet ab 17:30 Uhr die bislang größte angekündigte Demonstration dieser Art statt. Nach offiziellen Polizeiangaben wurden 7.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Die Veranstaltung wurde von der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Annika Urbanski initiiert und wird unter anderem von Klimaaktivistin Luisa Neubauer unterstützt.

Weitere Städte schließen sich an

Ebenfalls für Donnerstag sind Demonstrationen in Nürnberg auf dem Jakobsplatz um 16:30 Uhr und in Kassel am Rathaus um 17:00 Uhr geplant. Das neu gegründete Bündnis Feminist Fight Club kündigte zudem weitere bundesweite Protestaktionen an:

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  • Freitag in Lübeck
  • Samstag in Köln und Oldenburg
  • Sonntag in München am Odeonsplatz um 14:00 Uhr
  • Montag in Frankfurt am Main

Die Kölner Demonstration am Samstag steht unter dem Motto "Gegen patriarchalische Gewalt" und wird vom Verein "Feminist Law Clinic" mitorganisiert.

Fernandes bleibt aus Sicherheitsgründen fern

Collien Fernandes selbst wird entgegen ursprünglicher Pläne nicht an den Demonstrationen teilnehmen. Die Schauspielerin und Moderatorin begründete ihre Absage auf Instagram mit ernsthaften Sicherheitsbedenken aufgrund von Morddrohungen. "Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken, aufgrund von Morddrohungen gegen mich", schrieb Fernandes und rief ihre Follower auf: "Seid bitte laut für mich mit!"

Hintergrund der Protestbewegung

Auslöser der bundesweiten Solidaritätswelle sind schwere Vorwürfe, die Collien Fernandes im "Spiegel" gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat. Die 44-jährige Schauspielerin hat sowohl in Berlin als auch in Spanien Anzeige erstattet. Ulmen hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert, es gilt die Unschuldsvermutung.

Politische Unterstützung und frühere Demonstrationen

Die Protestbewegung erfährt breite politische Unterstützung. Bei der Demonstration in Hannover am Mittwochabend sprach die ehemalige Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang als Rednerin und forderte eine Änderung der Gesetzeslage. Hinter der Kundgebung standen neben Bündnis 90/Die Grünen auch SPD, Linke und CDU sowie zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen. Das Neue Rathaus in Hannover wurde zeitgleich als Zeichen gegen sexualisierte Gewalt orangefarben angestrahlt.

Den Anfang der Demonstrationen hatte am vergangenen Sonntag Berlin gemacht, wo laut Polizei 6.700 Menschen protestierten. Die Veranstalter sprachen sogar von 13.000 Teilnehmenden. In Hannover folgten am Mittwochabend etwa 2.000 Demonstrantinnen und Demonstranten.

Die Organisatoren der bundesweiten Proteste betonen: "Überall in Deutschland gründen sich neue Bündnisse. Unser Protest ist mehr als nur Solidarität. Das ist eine Bewegung." Die Solidaritätswelle zeigt, dass das Thema sexualisierte Gewalt breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit erfährt und zu einer mobilisierenden Kraft geworden ist.

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