Berlin hat ein neues, deutschlandweit einzigartiges Zentrum erhalten: Das Black Communities Center im Stadtteil Wedding wurde von Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) eröffnet. Die Einrichtung ist ein Ort für Austausch, Bildung, Sichtbarkeit und Teilhabe von schwarzen Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft.
Ein lange überfälliger Ort
„Ein Ort, der lange überfällig war und für den viele Menschen lange gekämpft haben“, sagte Kiziltepe bei der Eröffnung. Schwarze Menschen und solche mit afrikanischen Wurzeln gehörten schon lange zu Berlin. „Sie hatten nur bisher nicht den Raum, den sie verdienen.“ Das Zentrum werde auch einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit und mit aktuellen Formen von Rassismus leisten.
Finanzierung und Angebote
Der Aufbau der Anlaufstelle kostete 10,5 Millionen Euro und wurde vom Land Berlin, dem Bund und aus Lotto-Mitteln finanziert. Geplant sind vielfältige Veranstaltungen, eine Bibliothek, Vereinsräume und Beratungsangebote. Ziel ist es, schwarze Perspektiven stärker in den öffentlichen Diskurs einzubringen und gleichzeitig einen geschützten Raum zu schaffen, erklärten Vertreter des Trägervereins und andere Beteiligte.
Sie beklagten einen aus ihrer Sicht verbreiteten antischwarzen Rassismus in der Gesellschaft. „Schwarze, afrikanische und afrodiasporische“ Menschen seien zunehmendem Druck und teils auch Gewalt ausgesetzt. „Umso mehr ist dieses Gebäude auch ein Zeichen der Anerkennung für diese Menschen“, sagte Lina Mitschke vom Trägerverein Each One Teach One (Eoto).



