Das Deutsche Historische Museum in Berlin muss weiterhin auf sein Hauptgebäude verzichten. Die Sanierung des historischen Zeughauses an der Straße Unter den Linden dauert länger als geplant. Museumschef Raphael Gross teilte mit, dass eine Wiedereröffnung des Zeughauses mit einer neuen ständigen Ausstellung vor 2031 nicht realistisch sei. Es handele sich dabei um eine unverbindliche Prognose. Voraussichtlich 2027 würden sie vom Gebäudeeigentümer – der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – und dem mit der Sanierung beauftragten Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung den verbindlichen Zeitplan erfahren.
Dringlichkeit der Sanierung
Den Behörden sei die Dringlichkeit bewusst, so Gross. Sie arbeiteten eng mit dem Museum zusammen und bemühten sich, eine weitere Verzögerung zu vermeiden. Zugleich suchten das Museum und der Beauftragte für Kultur und Medien derzeit nach einem anderen Ort für eine interimistische Präsentation. Im Gespräch sei das Humboldt Forum.
Neue Ausstellung im Pei-Bau
Das Deutsche Historische Museum liegt neben der Museumsinsel und der Staatsoper Unter den Linden. Das historische Gebäude ist wegen der Sanierung seit 2021 geschlossen. Das Museum kann jedoch weiterhin seinen modernen Gebäudeteil, den Pei-Bau, nutzen. Dort beginnt nun die Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“, die Highlights der Sammlung zeigt.
Von rund einer Million Objekten, die zur Sammlung des Museums gehören, werden rund 200 gezeigt. Darunter sind eine japanische Samurai-Rüstung, die Adolf Hitler einst geschenkt bekam, ein graviertes Straußenei, Arbeitsutensilien aus der Zeche Prosper Haniel in Bottrop und ein Bettgestell aus einer 2015 eingerichteten Geflüchtetenunterkunft in Kassel. Die Ausstellung erzählt auch von der Geschichte des Museums und seinen Vorgängerinstitutionen.



