Digitaler Wahnsinn überfordert Sandra (49) in der Uckermark
Die 49-jährige Sandra Zimmer-Duvancic aus der Uckermark fühlt sich zunehmend von der digitalen Welt überfordert. Sie kritisiert scharf, dass ohne Apps oft kein Zugang zu Serviceleistungen oder günstigeren Preisen möglich ist. „Es ermüdet und frustriert nur allzu oft“, sagt sie und beschreibt einen Trend zum Zweithandy, da man ohne mobile Geräte kaum noch am gesellschaftlichen Leben teilhaben könne.
App-Zwang benachteiligt ärmere Menschen
Sandra Zimmer-Duvancic weist darauf hin, dass insbesondere ältere oder finanziell schlechter gestellte Menschen unter dem digitalen Druck leiden. „Ein armer Rentner, der ein altes Mobilgerät oder gar keins hat, zahlt den teureren Preis im Supermarkt“, erklärt sie bitter. Sie betont, dass Millionen Menschen in Deutschland kein Smartphone oder keinen eigenen Computer besitzen, aber dennoch von Ämtern, Behörden und Krankenkassen zur Digitalisierung gedrängt würden.
Eine Bekannte von ihr musste sich trotz kleiner Rente einen gebrauchten PC zulegen, weil ihr altes System nicht mehr aktualisiert werden konnte. Nach nur drei Jahren war auch der interne Speicher ihres Handys voll, selbst nach intensivem „digitalen Entmisten“. Sandra Zimmer-Duvancic fragt sich: „Wo soll das noch hinführen?“
Widerspruch zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Die Endvierzigerin kritisiert den Widerspruch zwischen dem oft beschworenen Nachhaltigkeitsgedanken und der digitalen Realität. „Alle reden von Nachhaltigkeit, aber ich sehe keinen Sinn darin, wenn immer mehr Rohstoffe und Strom nur dafür draufgehen, dass wir uns menschliche Kommunikation einsparen“, sagt sie. Sie verweist auf den enormen Energieverbrauch von Rechenzentren und die fehlende Inklusion, da analoge Alternativen kaum noch angeboten werden.
Ihr zufolge wird die Welt durch die digitale Überforderung menschlich kälter. „Wir sind soziale Wesen und jeder ist dankbar für menschliche Zuwendung“, betont sie. Sie plädiert für ein gesundes Maß und effizientere Lösungen wie kompetente Ansprechpartner am Telefon, statt endloser App-Prozesse.
Appell für mehr Menschlichkeit und analoge Optionen
Sandra Zimmer-Duvancic appelliert an die Verantwortlichen, nicht nur auf digitale Lösungen zu setzen, sondern auch gleichwertige analoge Möglichkeiten bereitzustellen. Sie fordert eine Rückbesinnung auf zwischenmenschliche Kommunikation und warnt vor der sozialen Spaltung durch den digitalen Zwang. Ihre Botschaft ist klar: Die Digitalisierung darf nicht auf Kosten der Menschlichkeit und Teilhabe aller gehen.



