Zeitzer Zentrum schafft Raum der Begegnung zum Gedenken an den Ukraine-Krieg
Am vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine öffnet das Ukrainische Zentrum für Integration und Kulturaustausch in Zeitz seine Türen für einen besonderen Tag der offenen Tür. Von 11 bis 19 Uhr verwandelt sich das Zentrum am Roßmarkt 4 in einen Ort des Dialogs, der Stille und des gegenseitigen Haltes. Im Mittelpunkt steht die Installation eines „Baums des Halts“, bei dem Besucher ihre Gedanken zur Frage teilen können: Was gibt dir Halt in schweren Zeiten?
Persönliches Gedenken statt öffentlicher Kundgebung
Nataliia Kyrychenko, Geschäftsführerin des Zentrums, betont die emotionale Bedeutung dieses Tages für die ukrainische Gemeinschaft. „Für uns ist es ein sehr schweres Datum, an dem der Krieg gegen unser Land begann und das Leben vieler unwiderruflich veränderte“, erklärt sie. Gleichzeitig hebt sie die Veränderungen in Deutschland und Zeitz hervor, wo der Krieg plötzlich näher rückte und viele Geflüchtete aufgenommen wurden. „Dafür haben wir von Anfang an viel Offenheit, Hilfe und Menschlichkeit erfahren. Unser herzlicher Dank gilt allen Zeitzern“, so Kyrychenko.
In diesem Jahr hat sich das Zentrum bewusst gegen eine große öffentliche Kundgebung entschieden. Stattdessen soll ein intimerer Rahmen geschaffen werden, der es Menschen ermöglicht, den Tag auf persönliche Weise zu erleben. Das Zentrum lädt ein zu:
- Einer Tasse Tee und Gesprächen
- Stillen Momenten des Erinnerns
- Kleinem Austausch und Zeichen der Solidarität
- Der Möglichkeit, nicht allein zu sein und Verbundenheit zu zeigen
Symbolischer Baum als Zeichen der Gemeinschaft
Der „Baum des Halts“ dient als zentrales Symbol, um die Erfahrungen und Emotionen der Gemeinschaft sichtbar zu machen. Durch diese Initiative will das Zentrum nicht nur an den Kriegsbeginn erinnern, sondern auch die fortwährende Unterstützung und Integration in Zeitz würdigen. Die Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung von Orten der Begegnung in schwierigen Zeiten und zeigt, wie lokale Initiativen Brücken der Menschlichkeit bauen können.



