Ungewöhnlicher Polizeieinsatz in Güstrow: Jugendliche greifen zu Radlader für Rettungsaktion
Ein kurioser Vorfall am frühen Sonntagmorgen beschäftigte die Polizei in Güstrow. Zwei 15-jährige Jugendliche hatten sich mit einem Auto im Feld festgefahren und versuchten, ihr Fahrzeug mit einem fremden Radlader zu befreien. Die Streifenwagenbesatzung des Polizeihauptreviers Güstrow konnte den vermeintlichen Diebstahl des Baugeräts jedoch schnell aufklären.
Die unerlaubte Fahrt und die festgefahrene Situation
Gegen 8.25 Uhr am 1. März wurde die Polizei über den Vorfall informiert. Die beiden Jugendlichen hatten zuvor unerlaubt den Pkw der Mutter eines der Beteiligten genutzt und waren aus Güstrow kommend im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs. Auf einem Feld in unmittelbarer Nähe der Barlachstadt kam es dann zur misslichen Lage: Das Auto setzte sich fest und war nicht mehr eigenständig zu bewegen.
In ihrer Not begaben sich die Jugendlichen auf ein fremdes Privatgrundstück. Dort entdeckten sie einen abgestellten Transporter und einen Radlader. Ihre Idee: Eines der Fahrzeuge nutzen, um den festgefahrenen Pkw vom Feld zu ziehen. Doch ihr Vorhaben wurde frühzeitig vereitelt.
Der aufmerksame Zeuge und die polizeiliche Aufklärung
Der Grundstückseigentümer bemerkte die ungebetenen Gäste und folgte seinem Radlader mit dem Fahrrad. So konnte er die beiden Jugendlichen stellen und die Polizei verständigen. Die eingesetzte Funkwagenbesatzung des Güstrower Polizeihauptreviers klärte den Sachverhalt umgehend auf.
An Transporter und Radlader entstanden glücklicherweise keine Schäden. Die Polizei übergab die beiden 15-Jährigen an ihre Erziehungsberechtigten. Zugleich leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen mehrerer Vergehen ein.
Die rechtlichen Konsequenzen des Vorfalls
Die Jugendlichen müssen sich nun wegen verschiedener Delikte verantworten:
- Fahrens ohne Fahrerlaubnis
- Hausfriedensbruch durch das Betreten des fremden Grundstücks
- Unbefugter Gebrauch eines Kraftfahrzeugs
Der Polizeiführer vom Dienst im Polizeipräsidium Rostock, André Falke, bestätigte die Umstände des Einsatzes. Ein ungewöhnlicher Fall, der die Kreativität der Jugendlichen in einer Notsituation zeigt, jedoch deutlich die Grenzen des Erlaubten überschritt.



