Monika Gruber übt scharfe Kritik an modernen Dating-Plattformen
Die Welt der Dating-Apps wie Tinder und Bumble spaltet die Gemüter: Während einige Nutzer auf diese digitale Art der Partnersuche schwören, empfinden andere sie als ausgesprochen unromantisch. Nun hat sich auch die bekannte Komikerin Monika Gruber zu diesem kontroversen Thema geäußert. In einem aktuellen Podcast-Interview verrät die 54-Jährige, welche skurrilen und ernüchternden Beobachtungen sie im Umfeld ihrer Freundinnen machen musste.
Grubers Einblick in die digitale Dating-Welt
Monika Gruber ist offiziell Single und betont, dass ihr Leben auch ohne Partner erfüllt sei. "Insofern ist mein Leben eigentlich total schön, ich bin eigentlich dankbar", erklärte die Komikerin kürzlich zu ihrer aktuellen Lebenssituation. Dennoch beobachtet sie im Freundinnenkreis intensiv die Suche nach romantischen Begegnungen über digitale Plattformen. Ihre Bilanz fällt dabei überwiegend negativ aus.
Im Podcast "Die Gruaberin" sprach sie mit Dating-Experte Thomas R. Köhler über ihre Eindrücke. "Das ist eine völlig neue Welt für mich. Ich beobachte es immer nur bei Freundinnen, die da teilnehmen", gestand Gruber. Die Erfahrungsberichte ihrer Freundinnen seien ernüchternd: Viele Männer zeigten wenig Geduld und bestünden sofort auf Treffen in privaten Räumen. "'Ja, entweder du kommst zu mir oder du lässt es.' Bumm, weg! Und der Kontakt ist abgebrochen", erinnerte sich die Komikerin an typische Szenarien. "Also es ist sehr, sehr oberflächlich, was ich so mitkriege", lautete ihr vernichtendes Urteil.
Skurrile Profilfotos und fragwürdige Selbstdarstellung
Nicht nur das Chat-Verhalten mancher Nutzer ließ Monika Gruber staunen. Besonders überrascht zeigte sie sich von vielen Profilfotos, die ihr Freundinnen zeigten. "Meine Freundin hat mir Fotos gezeigt, wo du sagst: unfassbar! Da haben Leute Fotos von sich gemacht, also mit dem Latzerl auf dem Zahnarztstuhl mit Drei-Tage-Bart", berichtete die 54-Jährige. Der bärtige Look eines Nutzers sei alles andere als ansprechend gewesen: "Der hat ausgeschaut wie der Massenmörder."
Die Komikerin versteht nicht, warum Menschen sich auf Dating-Plattformen derart unvorteilhaft präsentieren. "Warum? Es gibt doch irgendein halbwegs gutes Foto von dir, warum ausgerechnet das?", fragte sie sich. Ihre Bilanz fiel deutlich aus: "Es ist sagenhaft, was Leute da reinstellen."
Appell für mehr Mut im realen Leben
Besonders bedauert Monika Gruber, dass Männer sich heutzutage kaum noch trauen, Frauen im Alltag direkt anzusprechen – eine Praxis, die vor der Ära von Tinder und Co. noch üblich war. Sie richtet einen deutlichen Appell an das andere Geschlecht: "An alle Männer da draußen: Traut euch wieder und redet miteinander. Traut euch, eine Frau anzusprechen!"
Die Komikerin räumt ein, dass man mit solchen Annäherungsversuchen natürlich auch auf Ablehnung stoßen könne. Doch sie ist überzeugt, dass viele Frauen sich über solche Gesten freuen würden – sie selbst eingeschlossen. "Ich werde nie, [oder] ganz, ganz selten angesprochen von einem Mann. Dass er mal sagt: Ich würde dich gerne zum Essen einladen", bedauerte Gruber. "Ich glaube, dass das so ist, dass die Männer sich oft in letzter Instanz nicht trauen. Und das ist schade."
Ihre Kritik an der modernen Dating-Kultur bleibt damit deutlich: Während digitale Plattformen oft oberflächliche Kontakte fördern, vermisst sie die zwischenmenschliche Direktheit und den Mut zur persönlichen Ansprache im realen Leben.



