Am 1. Mai 2026 hat die Berliner Polizei den Zugang zum Görlitzer Park in Kreuzberg wegen des großen Andrangs eingeschränkt. Zwei der insgesamt 16 Tore des Parks wurden als Eingänge gesperrt und sind nur noch als Ausgänge nutzbar, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Mit Lautsprecherdurchsagen wies die Polizei die Besucher auf die Regelung hin. Auch die umliegenden Straßen wurden für den Autoverkehr gesperrt, um den Menschenmassen Platz zu machen.
U-Bahnhöfe geschlossen
Die U-Bahnhöfe Görlitzer Bahnhof, Hallesches Tor und Kottbusser Tor wurden am Donnerstag geschlossen. Die Polizei empfahl den Besuchern, zu Fuß zu kommen oder das Fahrrad zu nutzen. „Wenn Sie in den genannten Bereich wollen, planen Sie ein Stück zu Fuß gehen zu müssen oder kommen Sie mit dem Rad her“, hieß es. Die U3 fahre zwar wie gewohnt, halte aber nicht an den drei Bahnhöfen.
Technoparty gegen Parkschließung
Bei strahlendem Sonnenschein zog es zahlreiche Menschen nach Kreuzberg. Im Görlitzer Park protestierten Tausende mit einer Technoparty gegen die nächtliche Schließung des Parks. Der Park wird seit Anfang März jeden Abend um 22.00 Uhr geschlossen, nachdem der Senat aus CDU und SPD die Maßnahme 2023 beschlossen hatte, um den Drogenhandel und die Kriminalität einzudämmen. Dafür waren 16 Eingangstore aufgestellt worden. Nach dem Sommer soll eine wissenschaftliche Studie die Auswirkungen der Schließung untersuchen.
Senat verzichtet auf Abschließung
Der Senat verzichtete am Donnerstag- und Freitagabend vorsorglich darauf, den Park abzuschließen. Grund waren die erwarteten Partys und Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern. Damit sollte ein mögliches Chaos vermieden werden. Die Stimmung im Park blieb trotz der Zugangsbeschränkungen friedlich, und die Feiernden nutzten die Gelegenheit, um ihrer Forderung nach einer Öffnung des Parks auch in den Nachtstunden Nachdruck zu verleihen.



