In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit rund 1.500 Menschen per Haftbefehl gesucht. Das Innenministerium teilte auf eine Kleine Anfrage des AfD-Fraktionsvorsitzenden Nikolaus Kramer mit, dass aktuell 1.682 nicht vollstreckte Haftbefehle gegen 1.497 Personen vorliegen. Davon betreffen 84 Haftbefehle gegen 83 Personen Gewaltdelikte.
Gründe für offene Haftbefehle
Das Ministerium erklärte, offene Haftbefehle könnten typischerweise nicht vollstreckt werden, wenn die Polizei die gesuchte Person nicht antreffe. Dies sei der Fall, wenn sich der oder die Gesuchte nicht an der bekannten Meldeadresse aufhalte und ein anderer Aufenthaltsort nicht bekannt sei.
Hoher Ausländeranteil
Rund drei Viertel aller offenen Haftbefehle (1.134) in Mecklenburg-Vorpommern betreffen Ausländer. Möglicherweise haben sich die Verdächtigen aus Deutschland abgesetzt. Kramer bezeichnete die Zahlen als alarmierend.
An der Spitze der Herkunftsländer stehen laut Innenministerium Polen mit 364 Personen, gegen die offene Haftbefehle vorliegen, und Georgien mit 107 Personen.



