Die bayerische Polizei hat bei einer eintägigen Schwerpunktaktion gegen Zweiradfahrer zahlreiche Verstöße festgestellt. Wie das Innenministerium in München mitteilte, wurden am 28. April bei rund 13.400 Kontrollen insgesamt 6.812 Verstöße geahndet. Das bedeutet, dass bei etwa jeder zweiten Kontrolle ein Verstoß vorlag.
Häufige Verstöße: Rotlicht und Ablenkung
Unter den festgestellten Vergehen befanden sich 604 Rotlichtmissachtungen, 616 Verstöße wegen Ablenkung – etwa durch die Nutzung eines Handys während der Fahrt – und 344 Verstöße gegen die Verkehrstüchtigkeit, beispielsweise durch Alkohol oder Drogen. Insgesamt waren fast 1.700 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.
Innenminister appelliert an Vernunft
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte die Bedeutung der Aktion: „Ob Motorräder, Fahrräder oder E-Scooter – Zweiräder sind eine immer beliebtere Alternative zum Pkw. Umso wichtiger ist es, dass wir alle achtsam fahren, Rücksicht nehmen und Verantwortung füreinander übernehmen.“ Die bayerische Polizei werde auch künftig konsequent kontrollieren und Verkehrsverstöße ahnden.
Unfallstatistik: Motorradfahrer besonders gefährdet
Die Verkehrsunfallstatistik zeigt, dass Unfälle mit Motorrädern jedes Jahr eine traurige Spitzenposition einnehmen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei insgesamt 8.035 Motorradunfälle (2024: 8.102). Dabei wurden 6.981 Personen verletzt (2024: 7.014). In beiden Jahren kamen jeweils 104 Motorradfahrer ums Leben.
Die Zahl der getöteten Radfahrer sank im vergangenen Jahr um zwölf auf 82 (2024: 94). Knapp die Hälfte davon – 39 Personen – war mit einem Pedelec unterwegs, also einem elektrischen Fahrrad mit Motorunterstützung bis 25 km/h. Die Gesamtzahl der Fahrradunfälle stieg 2025 leicht auf rund 19.800 (2024: 19.264), wobei 18.451 Radfahrer verletzt wurden (2024: 17.857).
E-Scooter-Unfälle nehmen zu
E-Scooter waren 2025 an 2.534 Unfällen beteiligt (2024: 1.905). Dabei wurden 2.053 Fahrer verletzt, zwei kamen ums Leben – genauso viele wie im Vorjahr.
Hinweis: Diese Meldung basiert auf einer automatisierten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde von der Redaktion nicht bearbeitet.



